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WRC: Australien-Rallye

Tänak vorne, Ogier auf Titelkurs

Ott Tänak hat sich die Führung bei der Rallye Australien geschnappt, Mads Östberg fällt auf P4 zurück. Sebastien Ogier ist auf Platz sechs.

Sebastien Ogier steht kurz vor seinem sechsten Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC): Der M-Sport-Pilot liegt nach 18 von 24 Sonderprüfungen bei der Rallye Australien 2018 auf dem sechsten Platz. Er muss nur noch auf Sicherheit fahren und meisterte den zweiten Tag der Rallye ohne Probleme. Die Gesamtführung holte sich am Samstag Toyota-Pilot Ott Tänak, der mit 21,9 Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Jari-Matti Latvala in den letzten Tag der Rallye geht.

Die beiden Toyota-Piloten lieferten sich einen engen Kampf am Samstag, während Freitags-Spitzenreiter Mads Östberg (Citroen) noch hinter Hayden Paddon (Hyundai) auf Rang vier zurückfiel. Latvala übernahm am Vormittag die Führung von Östberg, Tänak lag beim Service nur 3,2 Sekunden zurück.

Da Tänak noch theoretische Chancen auf den WM-Titel hat (ein Ausfall Ogiers würde alles auf den Kopf stellen), gab Toyota die Order an Latvala heraus, nicht gegen den Esten zu kämpfen. So tauschten die beiden Toyota-Piloten am Nachmittag die Positionen. Dass es gleich 22 Sekunden Vorsprung wurden, lag an den beiden Zuschauerprüfungen ganz am Ende des Tages, in denen es mittendrin zu regnen begann. Tänak erwischte einen trockenen Durchlauf, Latvala musste zweimal im Regen fahren.

Latvala fordert Annullierung der Super Special

Der Finne war außer sich und forderte eine Annullierung der beiden Super Special Stages. "Das ist doch nicht fair!", macht er sich Luft. "Wir müssen zwei Stunden warten, um die Super Special zu fahren und dann dürfen manche im Trockenen fahren und andere im Regen. Das war nicht dasselbe Rennen für alle. Das ist völlig dämlich. Wir sollten die Zeiten streichen."

Er hatte zuvor bereits zehn Sekunden verloren, weil er in die Nachmittags-Runde nur einen Ersatzreifen mitnahm statt zwei. Angesagter Regen kam nicht und es war wärmer als erwartet, sodass Latvala einen höheren Reifenverschleiß hatte als diejenigen, die zwei Reifen pro Wertungsprüfung wechseln konnten. Durch all das ist nun ein Kampf um den zweiten Platz zwischen ihm und Paddon um Platz zwei entstanden, der als einziger Hyundai-Pilot bislang ohne Probleme durch die Rallye kam.

Breen bleibt das Gaspedal stecken

Für das Citroen-Lager lief der Samstag alles andere als nach Plan: Während Östberg nie den Speed hatte, um mit den Toyotas und dem Paddon-Hyundai mitzugehen, ist Craig Breen bereits am Vormittag hoffnungslos zurückgefallen. Der Ire hatte ein klemmendes Gaspedal, was ihn erst weit zurück- und schließlich aus der Rallye herauswarf. Auf SP 11 ("Urunga 1") rammte er dadurch einen Baumstumpf.

Auf der anschließenden Verbindungsetappe nahm er notdürftige Reparaturen vor, kam dadurch jedoch nicht pünktlich zum Start zur nächsten Prüfung. Eine Strafzeit von 3:50 Minuten warf ihn noch hinter Elfyn Evans (M-Sport-Ford; 7.), Thierry Neuville (Hyundai; 8.) und Teemu Suninen (M-Sport-Ford; 9.) auf den zehnten Platz zurück.

Neuville musste nach seinem Missgeschick am Freitag als erstes Fahrzeug auf die Strecke, womit an eine Aufholjagd nicht zu denken war. Der Belgier konnte als "Straßenfeger" nicht viel ausrichten und eckte darüber hinaus erneut an, diesmal allerdings ohne größere Konsequenzen. Selbst bei einem Ausfalls Ogiers wäre Tänak zur Stelle, die Powerstage würde dann entscheiden. Momentan deutet allerdings nichts darauf hin, dass der Franzose bei seiner letzten Rallye für M-Sport schwächeln würde. Am Sonntag stehen zweimal drei Prüfungen von 15, 19 und sieben Kilometern auf dem Programm.

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