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WRC: Rallye Monte-Carlo

Kris Meeke schwärmt vom "besten Auto"

Bei der Rallye selbst zwar nicht vorne dabei, machte Toyota-Neuzugang Kris Meeke mit der Bestzeit auf der Powerstage von sich reden.

Rund neun Monate nach seinem Rauswurf bei Citroën meldete sich Kris Meeke mit Toyota in der Rallye-WM zurück. Der Nordire belegte bei der Rallye Monte-Carlo nach mehreren Reifenschäden mit fünfeinhalb Minuten Rückstand den sechsten Platz. Allerdings gewann Meeke die Powerstage und trug zur starken Gesamtleistung von Toyota bei; so konnte Teamkollege Ott Tänak sieben SP für sich entscheiden.

Auch für die Konkurrenz war der Yaris WRC das schnellste Auto der 'Monte', obwohl Tänak nach einem Reifendefekt nur Dritter wurde. "Das ist das beste Auto, das ich je gefahren bin. Es fühlte sich sehr schön an", schwärmte Meeke nach seiner ersten WM-Rallye für Toyota. Im Unterschied zum Citroën C3 WRC, den Meeke zuletzt gefahren ist, funktioniert der Yaris WRC bei den unterschiedlichsten Bedingungen gut.

2017 und 2018 war das Arbeitsfenster des Citroën C3 WRC eng; auf trockener Straße war das Auto sehr schnell, aber bei wechselnden Gripverhältnissen war es für die Fahrer teilweise unberechenbar. "Im Yaris", verglich Meeke, "habe ich das Gefühl, dass ich alles aus dem Auto herausquetschen kann. Es ist alles unter Kontrolle, es gibt keinen Stress und keine Sorgen." Bei seinem Toyota-Debüt präsentierte sich der 39jährige folglich relaxt und gut gelaunt, ganz anders als im Vorjahr, als ihm einige Fehler das Cockpit gekostet haben.

Lob spendet sein neuer Teamchef Tommi Mäkinen, der Meeke diese weitere Chance ermöglicht hat: "Die Leistung von Kris bei seiner ersten Rallye mit uns war besonders beeindruckend. Ich denke, er hat für den Rest der Saison eine Warnung an alle ausgesprochen. Alle Augen werden auf ihn gerichtet sein", glaubt der vierfache Rallyeweltmeister. Obwohl Toyota beim Saisonstart nicht gewonnen hat, überwiegt für die kommenden Monate dank der Leistungsfähigkeit des Yaris WRC der Optimismus.

"Ich war von der ersten Prüfung an begeistert", beschrieb Meeke seine Gefühle im Auto. "Ich bin dieses Auto noch nie zuvor mit Spikes auf trockenem Asphalt gefahren. Deshalb wusste ich nicht, was ich erwarten durfte. Mein Ingenieur hat mir gesagt, dass ich vor dem Start der ersten Prüfung nicht boosten dürfe, aber direkt vor dem Start sagte ich zu mir: 'Ach, vergiss es! Sehen wir uns das an.' Ich habe also den Boost aktiviert, und es hat sich gut angefühlt. Es war fantastisch, einfach nur fantastisch."

Wird die turbulente Karriere des Nordiren nun einen zweiten Frühling erleben? Meeke zieht einen Vergleich zur Vergangenheit: "Als ich 2010 die Titelverteidigung in der Intercontinental Rally Challenge begonnen habe, fand die erste Rallye mit konstanten Verhältnissen in Brasilien statt. Ich habe gewonnen. Alle haben gesagt, ich werde wieder dominieren, aber ich wusste, dass Juho Hänninen in manchen Prüfungen um zehn, elf Sekunden schneller war. Ich wusste, dass es schwierig werden würde, und am Ende haben uns die Škodas geschlagen, aber jetzt fühlt es sich genau umgekehrt an."

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