RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Rallye Monte-Carlo

Nennfrist: M-Sport bittet um Aufschub

M-Sport-Boss Malcolm Wilson arbeitet noch an einer Finanzierung für die Rallye-WM 2019 und dürfte den Einschreibetermin verpassen.

Laut Reglement müssen sich Hersteller, die an der Rallye-WM 2019 teilnehmen wollen, bis Freitag, 21. Dezember, beim Automobilweltverband FIA eingeschrieben haben, doch M-Sport wird diese Frist nicht einhalten können und hat daher um einen Aufschub gebeten. "Ich habe mich an die FIA gewendet und ihr erklärt, dass ich mich momentan noch nicht für 2019 verpflichten kann", erklärte M-Sport-Boss Malcolm Wilson.

Der Grund dafür ist einfach: Wilson hat das Budget für ein Programm in der Rallye-WM 2019 noch nicht beisammen. "Wir haben noch nicht die notwendigen Ressourcen um an den Start zu gehen, und ich kann nicht erkennen, dass sich das bis Freitag ändern wird", sagte der Brite. "Ich muss wohl nicht betonen, dass wir rund um die Uhr arbeiten und schon einige Dinge in Planung sind, aber ich bin schon lange genug in diesem Sport, um zu wissen, dass ein Vertrag erst dann unter Dach und Fach ist, wenn das Geld auf der Bank ist."

Sportlich waren die vergangenen beiden Jahre für M-Sport sehr erfolgreich. Sébastien Ogier holte zwei Mal den Fahrertitel, 2017 wurde M-Sport Herstellerweltmeister, doch die Verpflichtung des Franzosen musste Wilson zum Teil aus eigener Tasche bezahlen. Solch ein finanzielles Risiko kann er kein drittes Jahr in Folge eingehen.

"Verstehen Sie mich nicht falsch, ich würde nichts ändern und es wieder genau so machen. Drei von vier Titeln zu gewinnen, war für ein Team wie uns eine herausragende Leistung", blickte Wilson auf die vergangenen beiden Jahre zurück, "aber ich werde die Zukunft der Firma nicht aufs Spiel setzen. In der Fabrik vertrauen 300 Leute ihre Zukunft M-Sport an, und das ist wichtiger als ein weiteres Jahr in der Rallye-WM zu fahren."

M-Sport tritt seit 1997 ununterbrochen in der Rallye-WM an, lange als Ford-Werksteam, zuletzt als Privatier. Citroën, Hyundai und Toyota werden ihre Einschreibungen für die WM-Saison 2019 fristgerecht einreichen. In drei Tagen ist zudem Nennschluss für die Rallye Monte-Carlo, mit der am letzten Jänner-Wochenende die Rallye-WM-Saison 2019 beginnt.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Rallye Monte-Carlo

Weitere Artikel:

So bitter der Ausfall von Simon Wagner auch ist: Die TEC7 ORM erwartet nun bei der 1.000 Hügel Rallye ein spannendes Finale mit drei Titelkandidaten...

ARC, Rallye Weiz: Bericht Zellhofer

Maximale ORM2 & ARCP-Punkte für Zellhofer

Damit übernimmt der Niederösterreicher Führung in der ORM2-Meisterschaft und in der ARCP - Co-Pilotin Anna Maria Seidl und SUZUKI SWIFT ZMX waren bestens unterwegs

WRC Estland: Bericht Keferböck

Wieder maximale Ausbeute im WRC Masters Cup

Auf den selektiven, zum Teil irrwitzigen Schotter-Prüfungen der Rally Estonia konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor ihren dritten Sieg im WRC Masters Cup einfahren und damit die Tabellenführung weiter ausbauen.

Comeback für 2027 geplant

Kalle Rovanperä wieder fahrtauglich

Überraschend tauchte Kalle Rovanperä bei der Rallye Estland auf: Dort sprach der zweimalige Weltmeister erstmals über seine Genesung und seine Zukunftspläne

WRC Estland: Nach Tag 1 (SP7)

Sami Pajari führt nach Hattrick zum Start

Nach Siegen bei den ersten drei Wertungsprüfungen führt Toyota-Pilot Sami Pajari die Rallye Estland an - Oliver Solberg erster Verfolger, Fourmaux bester Hyundai. Keferböck/Minor im WRC Masters Cup auf Platz zwei.

Rallye Weiz: Bericht TEC7 ORM3

Neulinger verteidigt souverän Titel!

Nach der Rallye Weiz heißt der alte und neue Staatsmeister der TEC7 ORM3 und RP-TOOLS Junioren-ÖM Marcel Neulinger – der erstmals für Lancia den Titel holt. Für Familie Neulinger gab es mit Rang zwei für Bruder Nico auch erstmals einen Doppelsieg zu feiern.