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Planai-Classic 2014

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Wenn der erste Schnee im Gebirge fällt, werden die Oldtimer für die Planai-Classic am 4. und 5. Jänner 2014 fit gemacht.

Die Oldtimer-Sekte, die vor Dreikönig zur Planai-Classic ihre Garagentore öffnet, hat keine Salz-Allergien, keine Eis-Phobie und keine Ängste vor leitschienenlosen Abgründen. Es ist schon eine Strapaze, wenn man sich und seinen liebenswerten Oldtimer einem Wetter wie in Patagonien aussetzt.

Die letzte Planai-Classic im Jänner 2013 war für die finnische Rallye-Ikone Rauno Aaltonen, 75, geradezu ein „Wohlfühl-Szenario, es war die beste Winter-Classic, kompakte Strecke, eine SP nach der anderen, das plötzliche Auftreten von Eis und Schnee mit wassergefüllten Spurrinnen, war eine Herausforderung.“

Jedes Jahr wird das Starterfeld der Planai-Classic gewissermaßen eine „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“: Rutschen und Driften ist angesagt, und vor allem die Beifahrer sind gefordert, sie sind quasi das Navi am Nebensitz.

Was verlangt ein Aaltonen von seinem „Nebensitz-Navi“? Rauno: „Ein Beifahrer muss höflich sein, wie ein Büro-Manager, er muss Führungsqualität und Freundlichkeit besitzen. Er muss sich eindeutig artikulieren. Er muss eine gute Kondition besitzen, denn wenn er müde wird, wird auch sein Gehirn müde, und seine Ansage wir zu langsam.“

Helmut Artacker, sein „Navi“, ergänzt: „Es ist ein Spaß, mit Rauno zu fahren, besonders in den Etappen, wo er freie Fahrt hat und sich nicht an den 40er-Schnitt halten muss. Ein Beispiel: Wenn uns in einer SP ein Touristenbus aufhält, und ich sag’, wir haben minus zehn Sekunden Rückstand auf den Schnitt, dann hat er die Kompetenz, dieses Minus sehr schnell aufzuholen. Ich verlier’ dann meine Freundlichkeit und muss laut schreien, um ihn zu bremsen, damit wir nicht zu schnell sind.“

Pius Weckerle, ein Sieger sowohl der Planai- als auch der Ennstal-Classic meint: „Erfahrung ist alles“. Als Gewinner der Planai-Classic 2013 hatten Weckerle/Schlager mit ihrem Porsche 912 nach 21 Sonderprüfungen nur 10,03 Sekunden Abweichung gegenüber den Sollzeiten. Die Gesamtzweiten Michael Haberl/Therese Moser (Porsche 911) hatten 16 Sekunden Abweichung, und Aaltonen/Artacker im Mini lagen auch nur 18,65 Sekunden neben der Sollzeit.

Was die Teilnehmer 2013 begeistert hat, wird auch 2014 gefahren: zwei Sonderprüfungen auf dem Flugplatz Niederöblarn, die Dachsteinstrasse und eine Planai-Bergwertung, die in drei Läufen ausgetragen wird und durch eine zusätzliche Lichtschranke in vier Einzel-SPs zerlegt wird.

Teilnahmeberechtigt sind – wie bei der Ennstal-Classic – Autos, deren Baudatum vor dem Stichtag 31.12.1972 liegt und ohne elektronische Hilfsmittel auskommen.

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