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Paddy Lowe kehrt zu Williams zurück

Der Brite kommt als Technikchef und Anteilseigner zu jenem Rennstall zurück, bei dem er 1987 seine Formel-1-Karriere begonnen hat.

Die Spatzen haben es bereits seit vielen Wochen von den Dächern gepfiffen, nun ist die Rückkehr von Paddy Lowe zu Williams auch offiziell: Der 54jährige wird zum einen mit sofortiger Wirkung die Rolle des technischen Direktors übernehmen, die seit dem Abgang von Pat Symonds Ende des vergangenen Jahres unbesetzt war, zum anderen erhält der Brite einen Posten im Vorstand des Rennstalls und wird auch Anteilseigner, da er im Zuge seines Wechsels Aktien der Gesellschaft hinter dem Team erworben hat. Lowe hatte seinen vorherigen Arbeitgeber, das alles dominierende Mercedes-Werksteam, schon Anfang Jänner verlassen, was bereits kursierende Gerüchte über einen Wechsel zu Williams im Gegenzug zur Bottas-Freigabe nur noch mehr befeuerte.

Letztlich zog sich die Rückkehr zu seinem ehemaligen Arbeitgeber – seine Formel-1-Laufbahn hatte 1987 als Ingenieur bei Williams begonnen – allerdings länger hin als erwartet. "Ich hatte immer großen Respekt vor Williams", erklärt Lowe und ergänzt: "Es ist ein große Ehre, in dieser führenden Position zurückzukehren und die Möglichkeit zu bekommen, Anteilseigner zu werden. Ich bin extrem motiviert, meinen Teil dazu beizutragen, dass das Team wieder erfolgreich wird. Die Vision für die Zukunft, die der Williams-Vorstand ausgegeben hat, ist sehr überzeugend." Er wolle mit dem Tradtionsteam wieder an die Spitze der Formel-1-WM zurückkehren. Die stellvertretende Teamchefin Claire Williams sagt: "Ich freue mich sehr, dass das Team Paddy wieder begrüßen darf."

Ein Mann von Lowes Kaliber sei nicht nur ein Motivationsschub für alle bei Williams, sondern auch sehr wichtig, um das Team wieder zurück nach vorne zu bringen. "Unsere Ambitionen bei Williams sind unerschütterlich. Wir wollen Rennen und Meisterschaften gewinnen", so die Britin selbstbewusst, "aber dafür braucht man die besten Leute in der Branche. Wir glauben, dass wir mit Paddy genau das bekommen. Außerdem ist er ein Anführer, der die Richtung vorgeben wird." Seine Verpflichtung sei für das Team ein Wendepunkt. Bei Mercedes holte Lowe als Technikchef in den vergangenen drei Jahren drei Hersteller-WM-Titel. Seine Position bei den "Silberpfeilen" hat, in etwas abgewandelter Form, der ehemalige Ferrari-Mann James Allison übernommen.

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