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Formel 1: Interview

Wolff/Bottas: Kein Interessenkonflikt?

Mercedes-Sportchef Wolff betont, es gebe eine Absprache mit Daimler: Er könne keinen Fahrer managen, der einen "Silberpfeil" lenkt.

Sportchef Toto Wolff erkennt für den wahrscheinlichen Fall, dass Mercedes Valtteri Bottas als Nachfolger für den zurückgetretenen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg verpflichtet, keinerlei Interessenkonflikt. Wie er der Gazzetta dello Sport erklärte, hätte er bei seinem Amtsantritt für einen solchen Fall eine Absprache mit dem Konzern getroffen. "Ich bin kein Idiot", meinte Wolff und begegnete seinen Kritikern mit scharfen Worten: "Wer hier von Interessenkonflikten spricht, ist ein Formel-1-Analphabet."

Offenbar muss der Österreicher seine Aktivitäten im Management des Finnen ruhen lassen oder komplett aufgeben, sobald der offenbar scheidende Williams-Pilot zu seinem Rennstall wechselt. "Als ich vor vier Jahren zu Daimler gekommen bin, habe ich mit der Firma die Übereinkunft getroffen, dass ich keinen Piloten betreuen kann, der gleichzeitig für Mercedes fährt", stellte Wolff klar. Schon in der aktuellen Konstellation sprach er davon, dass Bottas und ihn deshalb eine "chinesische Mauer" trennen würde.

Wolff betonte, dass in der Sache noch keine Entscheidung gefallen und das zweite Mercedes-Cockpit weiterhin zu haben sei: "Es ist noch zu früh." Er verwies auf Williams als Motorkunden: "Wir müssen auch die anderen Rennställe respektieren. Valtteri ist eine Möglichkeit, aber jeder weiss, wie wichtig er für Williams ist. Das ist eine heikle Situation, die ein vorsichtiges Vorgehen erfordert, und daher nehmen wir uns dafür Zeit." Vor dem 3. Jänner 2017 werde nichts bekanntgegeben.

Der frühere Williams-Teilhaber Toto Wolff war lange Zeit gemeinsam mit Didier Coton und Ex-Weltmeister Mika Häkkinen für das Bottas-Management zuständig. Die Allianz bröckelte nicht nur wegen Wolffs Posten bei Mercedes. Der Finne und der Franzose stellten die Zusammenarbeit vor zirka einem Jahr ein.

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