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Kaltstart

Bei arktischen Temperaturen um minus 23 Grad ging heute der Shakedown über die Bühne, für einige Piloten gab’s Probleme.

Manfred Wolf

Beim großen Dominator der Rallye Monte Carlo kam es beispielsweise zu einem Treffen der Weltmeister in ein und derselben Kurve: Carlos Sainz und Colin McRae beschädigten Ihre Autos aber nur leicht.

Danach gaben sich der Schotte und der Spanier zuversichtlich, laut McRae dürfe man aber „bei den Bedingungen kein Ergebnis wie in Monte Carlo erwarten.“

Bei Ford gab es (im Gegensatz zum letzten Jahr, als Markko Märtin beim Shakedown sein Auto zerstörte) keine Probleme, ebenso zufriedene Gesichter fand man bei Peugeot.

Toni Gardemeister verlor an seinem Skoda einen Teil der Karosserie, Teamkollege Didier Auriol hatte anfangs Handling-Probleme, war nach dem Shakedown aber zufrieden: „Wir haben einige Veränderungen am Set-Up vorgenommen, jetzt passt mir das Fahrverhalten.“

Auch bei Subaru hatte man einiges zu tun, am Auto von Tommi Mäkinen machte das elektronische Gaspedal Schwierigkeiten. Das war aber nicht die einzige Schrecksekunde für Mäkinen: „Ich musste ein Vollbremsung hinlegen, als ich gerade im sechsten Gang unterwegs war. Da stand ein Zuschauer mitten auf der Strecke, ich habe im letzten Moment ausweichen können.“

Mit Problemen ganz anderer Art hat man bei Hyundai zu kämpfen: Nachdem das Team noch immer von akuten Geldsorgen geplagt wird, konnte unter den schwierigen Bedingungen noch nicht getestet werden.

Der Shakedown wurde für die Hyundai-Akteure Armin Schwarz und Freddy Loix kurzerhand zur Testfahrt. Eine große Hilfe waren dabei die Daten, die der dritte Hyundai-Pilot, Jussi Valimaki, bei der Arctic Rallye gesammelt hatte.

Der junge Finne ist für die Schweden Rallye als dritter punkteberechtigter Hyundai-Pilot nominiert, auf seinem Set-Up konnten Schwarz und Loix aufbauen.

Am Rande des Shakedwons nahm auch Teamchef David Whitehead zum anhaltenden Geldmangel Stellung: „Wir hatten keinen allzu positiven Saisonbeginn. Aber ich hoffe, dass wir bald einen zusätzlichen Sponsor bekannt geben können. Wir werden die heurige Saison auf alle Falle komplett bestreiten.“

Whitehead fliegt noch dieses Wochenende nach Korea, um sich mit dem Vorstand von Hyundai über die finanzielle Situation des World Rallye Teams zu unterhalten.


Schnellster Mann war übrigens (trotz seines Ausrutschers) Carlos Sainz, die schnellsten Zeiten des Shakedowns finden Sie hier:

1. Carlos Sainz, Citroen, 1'45"7
2. Petter Solberg, Subaru, 1'46"4
3. Richard Burns, Peugeot, 1'46"7
4. Tommi Mäkinen, Subaru, 1'47"2
5. Marcus Grönholm, 1'47"3
6. Colin McRae, Citroen, 1'47"6
7. Harri Rovanpera, Peugeot, 1'47"9
8. Sébastien Loeb, Citroen, 1'48"1
9. Toni Gardemeister, Skoda, 1'48"5
10. Markko Märtin, Ford, 1'48"9
11. Freddy Loix, Hyundai, 1'49"1
12. Jussi Valimäki, Hyundai, 1'49"1
13. Juuso Pykalisto, Peugeot, 1'49"6
15. Kristian Sohlberg, Mitsubishi, 1'49"7
16. Armin Schwarz, Hyundai, 1'49"7

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