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WEC: News

LMP1 mit Frontmotor?

Nissan fährt im Kampf um erfahrene LMP1-Piloten offenbar große Geschütze auf. Pascal Vasselon: „Jeder Topfahrer hat ein Angebot vorliegen".

Im Rahmen des WEC-Rennwochenendes in Austin sind einige Details des Nissan-LMP1-Programmes ans Licht gekommen. Die Japaner werden ihr Hauptquartier in Indianapolis in den Hallen des ehemaligen ChampCar-Teams Forsythe einrichten. Die Umbauten am Standort laufen, ein Einzug soll in den kommenden Wochen vollzogen werden. Die technische Entwicklung soll in den USA und im Nismo-Werk in Japan stattfinden, in Großbritannien will man eine Basis für die Einsätze in Europa unterhalten.

Der Nissan GT-R LM, der wilden Gerüchten zufolge mit einem Frontmotor ausgerüstet werden soll - erfahrene LMP1-Ingenieure schmunzeln dazu nur -, wird im November erstmals auf die Teststrecke gehen. Im Dezember soll die offizielle Vorstellung in Florida stattfinden, gefolgt von einem ersten öffentlichen Test vermutlich in Sebring. Fraglich ist derzeit noch, welcher Fahrer dann hinter dem Steuer des neuen LMP1-H-Fahrzeuges sitzen wird.

Nick Heidfeld gilt bei den Japanern als sicher, auch Nicolas Prost könnte ein Kandidat für das Programm sein. Aus den USA ist zu hören, dass Simon Pagenaud auf der Wunschliste von Nissan steht. All diese Piloten haben jedoch keinerlei Erfahrungen mit einem aktuellen LMP1-Auto samt komplexer Hybridtechnik. Einen solchen Fahrer suchen die Japaner derzeit händeringend. Wie im WEC-Fahrerlager zu hören war, geht Nissan viele LMP1-Piloten der Werksteams recht offensiv an.

"Die Situation ist unter Kontrolle. So würde ich es ausdrücken", gibt sich Toyota-Technikchef Pascal Vasselon zunächst zurückhaltend. Der Franzose ergänzt jedoch: "Ich glaube, dass im Moment jeder Topfahrer ein Angebot von Nissan vorliegen hat - sogar ein fantastisches Angebot. Da wir einige der allerbesten LMP1-Piloten in unseren Reihen haben, sind unsere Jungs natürlich kontaktiert worden."

Dass die Japaner ihren Landsmann Kazuki Nakajima, der immer schon im Toyota-Kader stand, unter Vertrag nehmen wollen, ist unwahrscheinlich. Kein Fahrer will kurioserweise etwas von einer Nissan-Offerte wissen. Alexander Wurz sagt zu jenem Thema in aller Deutlichkeit: "Ich werde bei Toyota bleiben." Auch mindestens ein Fahrer aus dem Audi-Kader soll angeblich von Nissan angesprochen worden sein.

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