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Formel 1: Interview

Renningenieur: Wie sich Bottas anpassen musste

Valtteri Bottas erklärt, warum er lieber mit Rosbergs Renningenieur Tony Ross zusammenarbeitet, als seinen alten Ingenieur von Williams mitzunehmen.

Es gibt Ingenieure, die untrennbar mit dem Namen eines Fahrers verbunden sind. Rob Smedley ist so ein Beispiel. Als Felipe Massa einst von Ferrari zu Williams wechselte, dauerte es nicht lange, bis auch dessen langjähriger Renningenieur folgte. Gleiches gilt für Tony Ross, der Nico Rosberg schon bei Williams betreute und seinem Schützling später zu Mercedes folgte. Nach dessen Karriereende betreut Ross nun Nachfolger Valtteri Bottas, denn der Finne wollte seine Vertrauten bei Williams nicht mitnehmen.

"Das habe ich schon sehr früh entschieden", betont der Finne bei Autosport und erklärt die Hintergründe: Er findet, dass er durch die Arbeit mit den Mercedes-Ingenieuren viel besser auf Speed in seinem neuen Team kommt. "Ich wollte mit den erfahrenen Leuten von hier starten, weil sie das Team am besten kennen. Ich kann viel von ihnen lernen, und sie werden mir helfen zu lernen, wie das Team funktioniert."

Sein bisheriger Renningenieur Jonathan Eddolls kümmert sich nun um die Belange von Rookie Lance Stroll bei Williams, während Bottas versucht, sich auf die Arbeitsweise seiner neuen Ingenieure anzupassen: "Jeder Mensch ist anders und jeder arbeitet auch anders. Das Team hat einen anderen Ansatz, also musste ich mich erst anpassen, wie das Team arbeitet."

Die Wahl Bottas' scheint die richtige gewesen zu sein. Denn in Sotschi konnte der Finne seinen ersten Grand-Prix-Sieg herausfahren, nachdem er in Bahrain schon die erste Pole-Position für Mercedes holen konnte.

Er sagt, dass das Team auch mit seiner Arbeitsweise gut zurecht kommt. Er fühle sich bereits wohl, seine Vorstellungen nach seinem Kopf umzusetzen: "Ich sage die Dinge immer ziemlich direkt. Wenn ich spüre, dass etwas nicht richtig ist, dann bleibe ich bei meiner ehrlichen Meinung. Das Team schätzt das", meint der Mann aus Nastola.

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