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Formel 1: News

Haas: Einstieg zum richtigen Zeitpunkt?

Teamboss Gene Haas erkennt Vor- und Nachteile darin, sich ein Jahr nach dem Einstieg mit einer Regelreform konfrontiert zu sehen: "Bei NASCAR auf die harte Tour gelernt".

Über den Zeitpunkt des Formel-1-Debüts der Haas-Mannschaft streiten sich die Gelehrten: War es klug von den US-Amerikanern, ein Jahr vor der großen Regelnovelle einzusteigen und über einen Erfahrungshorizont zu verfügen, wenn ein komplett neues Auto gebaut werden muss? Oder hätte sich die Truppe lieber intensiv mit den Bestimmungen für 2017 auseinandersetzen sollen, ohne parallel dazu den Rennbetrieb stemmen zu müssen? Gene Haas glaubt, richtig gehandelt zu haben.

Der Teamboss und Automotiveunternehmer antwortet: "Es ist Vor- und Nachteil zugleich. Es wird genauso schwierig wie im vergangenen Jahr, mit unserem Wissen sollten wir aber besser klarkommen." Die Entwicklungszeit für den VF-17 ist kürzer als die des Vorgängers, der in Kannapolis bereits Jahre vor dem Streckendebüt zum ersten Mal auf Skizzen erschien. Haas konnte erst während der Saison 2016 beginnen, als alle Regeln in Stein gemeißelt waren und der erste Wagen rannte.

Dafür fallen weitere Aufgabe, die der Aufbau einer neuen Truppe erfordert, weg: "Positiv ist, dass wir nicht mehr die komplette Boxenmannschaft zusammenschweißen oder uns Gedanken um Lkw und Infrastruktur machen müssen", atmet Haas auf. "Aber es gibt weniger Zeit, um alles ein zweites Mal durchzuziehen." Nach Rang acht in der Konstrukteurs-WM 2016 soll es sportlich mit den neuen Regeln trotzdem bergauf gehen. Haas schielt auf Teams wie Toro Rosso, McLaren und Williams.

"Wenn wir etwas besser abschneiden, erlaubt es unser Formel-1-Geschäftsmodell effizienter zu arbeiten. Wir könnten um ein oder zwei Plätze klettern", hofft Haas, der froh ist, dass sein Projekt nicht solche Anlaufschwierigkeiten hatte wie der Einstieg in die NASCAR-Serie 2002, mit dem er erstmals auf der Motorsport-Landkarte aufschlug. "Unser erstes Jahr war beschwerlich", erinnert er sich. "Wir sind immer hinterhergefahren - sechs Jahre in Serie und wir hatten nie Glück."

Alles, was das Team im nordamerikanischen Stock-Car-Sport falsch gemacht hätte, sei in der Formel 1 vermieden worden, atmet Haas auf: "Die Hauptsache war, dass wir sofort erkannt haben, was funktioniert und was nicht. Wir hatten es in der NASCAR auf die harte Tour beigebracht bekommen."

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