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Formel 1: News

Ferrari-Junioren müssen sich beweisen

Laut Teamchef Maurizio Arrivabene wird bei Ferrari für Antonio Giovinazzi und Charles Leclerc nicht so bald ein Cockpit frei werden.

Ferrari setzt in der Formel-1-Saison 2018 mit Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel auf sein bewährtes Fahrerduo, entschied sich also dagegen, einen der vielversprechenden Ferrari-Junioren ins Auto zu setzen. Zwar sei es laut Teamchef Maurizio Arrivabene das Ziel, in Zukunft einen der eigenen Nachwuchspiloten einzusetzen, doch die WM 2018 käme für Antonio Giovinazzi und Charles Leclerc noch zu früh.

"Vorher müssen sie in der Formel 1 erst beweisen, dass sie es verdient haben", stellte der Italiener klar, dass man nicht von heute auf morgen an ein Cockpit der Scuderia kommt. Die beste Chance für die beiden Youngster heißt wohl Sauber, das den Motorenvertrag mit Ferrari erneuert hat und mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens einen der beiden einsetzen wird, was für Pascal Wehrlein das Aus bei den Schweizern bedeuten dürfte.

Antonio Giovinazzi hat bereits zu Saisonbeginn 2017 für den Deutschen übernommen, als der sich beim Race of Champions in Miami am Nacken verletzt hatte. Mit einem starken Auftakt in Melbourne schien der Italiener seine weiteren Chancen deutlich verbessert zu haben, doch ein mäßiger Auftritt in China mit zwei Unfällen machte diesen Eindruck wieder zunichte. Charles Leclerc hingegen fährt heuer in der Formel 2 alles in Grund und Boden.

Beim anderen Ferrari-Motorkunden Haas, bei dem Giovinazzi in dieser Saison noch zu einigen Freitagseinsätzen kommen soll, ist hingegen kein Platz. Die US-Amerikaner haben Romain Grosjean und Kevin Magnussen bereits für 2018 bestätigt und kein Interesse daran, sich Piloten diktieren zu lassen. "Wir wollten die besten verfügbaren Fahrer haben, um so viele Punkte wie möglich zu bekommen. Darum haben wir das gemacht", betonte Haas-Teamchef Günther Steiner.

Für 2019 möchte man in dieser Hinsicht jedoch nichts ausschließen. "Wir haben noch nicht darüber gesprochen. Charles und Antonio haben beide für uns getestet, aber es gibt für 2019 noch keine Entscheidung", so Steiner. "Wir wissen, dass Antonio noch sechs Trainings fahren wird – und dann müssen wir sehen, was wir im kommenden Jahr tun werden."

Möglicherweise ist dann für einen der Junioren auch schon ein Cockpit bei Ferrari frei, sollte Kimi Räikkönen nach einem weiteren Jahr die Formel-1-WM verlassen und sich einer der beiden Nachwuchspiloten bei Sauber nachhaltig empfohlen haben.

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