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Dakar-Rallye 2017

Matthias Walkner kritisiert Roadbook

Der Salzburger übt Kritik am Dakar-Veranstalter wegen eines mangelhaften Roadbooks, das an den vielen Navigationsfehlern schuld sei.

Fotos: Marcin Kin

Die Dakar-Rallye ist heuer sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich. In der ersten Woche änderten sich in allen Klassen häufig die Gesamtwertungen, überdies sind teils große Zeitensprünge zu sehen. Vor allem für die Motorradfahrer waren die bisherigen Etappen knifflig, da sie die Sonderprüfungen als erste eröffnen und damit die Spuren für den Rest des Feldes legen müssen. Am dritten, vierten und fünften Tag haben sich die Piloten regelmäßig verfahren; die Honda-Fahrer um Joan Barreda Bort mussten sogar einen unerlaubten Extra-Tankstopp einlegen und kassierten dafür eine Strafstunde.

Mittlerweile wird die Kritik am Roadbook größer – am Abend erhalten die Fahrer jeweils den Aufschrieb für den nächsten Tag. "Die Veranstalter versuchen die Navigation schwieriger zu machen, was ja okay ist, aber [sie tun dies, Erg.] indem sie viel weniger Informationen preisgeben", teilte KTM-Werksfahrer Matthias Walkner via Facebook mit. Der Österreicher ist am Freitag in eine solche "Falle" getappt: Als Erster gestartet war Walkner gut unterwegs, bevor er die falsche Richtung einschlug.

Im Ziel ärgerte er sich über das mangelhafte Roadbook: "Da war eine Notiz über 17 Kilometer – dann hätten wir die Hauptverbindungsstraße verlassen müssen, was im Roadbook aber nicht vermerkt war; und wenn es dir das nicht anzeigt, bleibt man auf der Hauptstraße", so Walkner. "Also wurde mehr oder weniger ein Hinweis vergessen. Ich bin dann 17 Kilometer bis zum nächsten Punkt gefahren; dann hab ich gecheckt, dass ich falsch bin und bin wieder zurückgefahren." Er traf dort auf seine Verfolger, die deutlich nach ihm gestartet waren.

Damit war klar, dass Walkner viel Zeit verloren hatte. "Wenn ich vor einer T-Kreuzung stehe, muss ich wissen, ob ich links oder rechts abbiegen muss und nicht raten und auf gut Glück eine Richtung einschlagen. So erklärt sich auch die extreme Springerei der letzten Tage, dass plötzlich Barreda 15 Minuten schneller ist als alle anderen, und dann verliert ein anderer wieder 20 Minuten. So was gibt es normal bei keiner Rallye. Ich hab keine Ahnung was die Veranstalter damit bezwecken wollen", machte der Österreicher seinem Ärger Luft.

Durch dieses Navigationsproblem ist Walkner in der Gesamtwertung vom zweiten auf den fünften Platz zurückgefallen. Der Rückstand auf seinen KTM-Teamkollegen Sam Sunderland, der nach der fünften Etappe die Gesamtführung übernommen hat, beträgt 29 Minuten. "Es kann schwierig gestaltet werden, aber wenn es dann ein reines Lotteriespiel wird, ist es zuviel. Abhaken und nach vorne schauen", dachte Walkner bereits an die zweite Dakar-Woche. Nach der wetterbedingten Absage der Samstagsetappe durften die Fahrer auf befestigten Straßen nach La Paz fahren. Der Sonntag ist wie geplant ein Ruhetag.

Motorräder, Top 8 nach 5 von 11 Etappen:

1. Sunderland (KTM) — 15:22:05 Stunden
2. Quintanilla (Husqvarna) + 12:00 Minuten
3. van Beveren (Yamaha) + 16:07
4. Farres Guell (KTM) + 20:57
5. Walkner (KTM) + 29:01
6. de Soultrait (Yamaha) + 36:06
7. Svitko (KTM) + 48:43
8. Renet (Husqvarna) + 54:45

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