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Formel 1: News

Sauber bestätigt Ericsson für 2017

Neues Technikpersonal als Beweggrund: Der Schwede hat seinen Sauber-Vertrag verlängert, der Teamkollege steht aber noch nicht fest.

Marcus Ericsson wird ein weiteres Jahr für das Sauber-Team in der Formel-1-WM an den Start gehen. Wie der Schweizer Rennstall verlautbarte, habe man sich mit dem Schweden auf eine Vertragsverlängerung bis Ende 2017 geeinigt. Diese Nachricht kam wenig überraschend, da Ericsson dem neuen Sauber-Eigner Longbow Finance nahestehen soll. Der zweite Pilot würde erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, hieß es in der Pressemitteilung weiter.

Ericsson zeigte sich mit dem Deal zufrieden: "Ich fühle mich wirklich wie zu Hause. Aus persönlicher Sicht konnte ich mich in der bisherigen Zeit bei Sauber als Fahrer enorm weiterentwickeln. Es war ein Auf und Ab, doch wir haben stets zusammengehalten und so hart gearbeitetet, wie wir konnten. Mit dem neuen Besitzer hat das ganze Team einen kräftigen Schub erhalten, der uns alle in eine neue, spannende Ära führen wird."

Der Schwede nannte auch neues Personal als einen wichtigen Grund; in Zusammenhang mit Verpflichtungen wie jener Jörg Zanders als Technikchef sprach er von einem guten Zeichen für die Zukunft und nahm ausdrücklich die Top 10 ins Visier: "Für die nächste Saison ist es mein Ziel, auf meiner Leistung aus der zweiten Hälfte der Saison 2016 aufzubauen und die harte Arbeit mit dem Team fortzusetzen, damit wir uns im Mittelfeld etablieren und punkten können."

Auch Teamchefin Monisha Kaltenborn begrüßte die Vertragsverlängerung: "Er hat bei uns eine sehr schwierige Zeit erlebt und diese sehr gut gemeistert. In den vergangenen zwei Jahren verbesserte er sich signifikant, sowohl was seine Persönlichkeitsentwicklung anbelangt, wie seine Fähigkeiten auf und abseits der Strecke, speziell wenn die Umstände nicht einfach sind." Ericsson sei nicht nur ein guter Rennfahrer, sondern auch ein Teamplayer mit positiver Einstellung sowie ein motivierender Kollege.

Da der 26jährige, der zuvor beim Renault-Werksteam im Gespräch gewesen sein soll und offen um einen Sitz bei Force India buhlte, unabhängig von seinen möglichen Verbindungen zum neuen Besitzer Geld mitbringt, ist Sauber weiterer finanzieller Sorgen ledig – doch längst nicht aller, weshalb Teamkollege Felipe Nasr trotz seines guten Rennens in Brasilien mitsamt der ersten WM-Punkte 2016 weiter auf einen neuen Kontrakt warten muss. Sein Banksponsor soll derzeit sein Formel-1-Engagement prüfen.

Ergo wird über andere Bezahlfahrer als neue Ericsson-Teamkollegen spekuliert, darunter der frühere Sauber-Pilot und scheidende Haas-Fahrer Esteban Gutiérrez, der sich mit Kaltenborn in São Paulo zu einem gemeinsamen Frühstück getroffen hat und über Geldgeber aus Mexiko verfügt. Auch Rio Haryanto, der neuerdings über Unterstützung aus Thailand verfügt, und der Brite Jordan King, die beide aktuelle Manor-Verbindungen aufweisen, werden mit den Schweizern in Verbindung gebracht.

Marcus Ericsson debütierte vor bald drei Jahren bei Caterham in der Formel-1-WM und wechselte 2015 zu Sauber. In seiner bisherigen Karriere konnte er fünf Mal WM-Punkte holen, insgesamt deren neun. Zuvor war er als Meister der japanischen Formel 3 sowie als dreifacher Laufsieger in der GP2 in Erscheinung getreten.

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