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Audi, BMW äußern Bedenken zur "US-DTM"

Bei Audi und BMW gibt es Zweifel, dass sich der geplante US-Ableger der DTM ohne Beteiligung eines US-Herstellers realisieren lässt.

Die DTM will sich – wieder einmal – internationaler aufstellen. Neben der Kooperation mit der japanischen Super-GT-Serie soll es ab 2015 eine US-Version der DTM geben. Vorgesehen sind acht Rennen; vier sollen im NASCAR-Rahmenprogramm, vier weitere als Support der neuen United SportsCar Championship über die Bühne gehen.

Soweit die Theorie – ob es tatsächlich so kommt (und das bereits 2015) bleibt abzuwarten. Während sich Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff eine "US-DTM" nur mit deutschen Herstellern durchaus vorstellen kann, gibt es in den Lagern von Audi und BMW Zweifel, dass sich die Internationalisierungspläne in westlicher Richtung ohne das Engagement eines US-Herstellers realisieren lassen.

"Die Hauptaufgabe ist es, einen amerikanischen Hersteller von dieser Idee zu überzeugen", schildert BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt (Bild) gegenüber Autosport seine Gedanken und führt an: "Nach Amerika zu kommen und dort ein oder zwei Rennen auszutragen, ist eine Sache. Will man aber eine Serie mit etwa zehn Rennen auf die Beine stellen und will man, dass diese von den Fans angenommen wird, dann braucht es einen US-Hersteller, der mitspielt."

Dieter Gass von Audi sieht die Sache ähnlich. "Wir brauchen mindestens die japanischen Hersteller. Besser wäre es aber, einen einheimischen Hersteller an Bord zu haben. Eine Serie nur mit deutschen Herstellern ist schwer vorstellbar", sagt der DTM-Rennleiter der Ingolstädter, ebenfalls gegenüber Autosport.

In den Reihen der drei großen US-Autohersteller General Motors, Chrysler und Ford hält sich das Interesse an einer "US-DTM" allerdings in Grenzen. "In Form der USCC haben wir eine großartige Marketingplattform. Um diese durch irgendein DTM-Programm zu ergänzen, bräuchte es schon überzeugende Gründe", formuliert GM-Motorsportchef Mark Kent seine Zurückhaltung.

Neben der USCC sind für GM (mit der Marke Chevrolet) die NASCAR-Serien die große Motorsportbühne. Gleiches gilt für Ford. Einzig Chrysler ist gegenwärtig nicht bei den Stockcars aktiv, fand man doch für die Marke Dodge nach dem Absprung des Penske-Teams in Richtung Ford keinen geeigneten Ersatz und sah sich Ende 2012 trotz des Titgelgewinns durch Brad Keselowski gezwungen, die NASCAR-Szene zu verlassen.

Wäre die US-Version der DTM für Chrysler eine interessante Bühne? ITR-Boss Hans Werner Aufrecht jedenfalls gibt die Hoffnung nicht auf: "Das Produkt muss so überzeugend sein, dass es sich ein Engagement für die Hersteller lohnt. Ich bin zuversichtlich, dass dies der Fall sein wird."

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