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Reges Rundstreckentreiben

Histo-Cup, Ford Fiesta Sporting Trophy, Suzuki Motorsportcup, Formel Historic, Classic Trophy, Youngtimer & BMW 325 Challenge in Action.

Mehr als 155 Fahrzeuge wurden heute, Samstag, auf dem Wachauring in Melk auf die zahlreichen Zuschauer bei der Saisonpremiere „losgelassen“. Auch der plötzliche Kälteeinbruch konnte die Begeisterung über die verschiedenen Rennserien, vom Histo-Cup über die Ford Fiesta Sporting Trophy, den Suzuki Motorsportcup, die Formel Historic, Classica Trophy, Youngtimer bis zur BMW 325 Challenge und dem Gleichmäßigkeitslauf der Ferrari Trophy nicht abkühlen.

Um 14.20 startete das erste, abwechslungsreiche, Rennen Histo-Cups in der Klasse 1300-1600 ccm. Der Trainingsschnellste, Michael Spazierer (Ford Escort 1600GT), musste beim Start Otto Fieg im Alfasud Sprint kurzfirstig den Vortritt lassen, eroberte die Führung aber kurz darauf zurück. Diverse Überholmanöver und Ausfälle prägten den spannenden Lauf, doch Spazierer ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und sah die Zielflagge vor Gerhard Brandstätter (Alfasud Sprint) und Hannes Schweiger (VW Golf GTI I).

Nachdem die Unfallautos geborgen waren folgte etwas verspätet die zweite Klasse des Histo-Cups, bis 2000 ccm. Gleich nach dem Start des turbulenten Rennens verabschiedeten sich die beiden Trainingsschnellsten, Jürgen Stockmar (Ford Escort BDA) und Max Lampelmaier (Ford Escort BDA) Dadurch übernahm Kurt Ploier (BMW 320-4) ohne Gegenwehr die Führung vor Christian Schallenberg (BMW 2002) und Claus Gruber (Ford Escort) – eine Reihung, die bis zum Ziel hielt.

Harte Zweikämpfe und knappe Abstände prägten schließlich das letzte Rennen des Histo-Cups am ersten Tag des Castrol Pokals. Martin Wagner (Porsche 924 Turbo) hielt bis vier Runden vor Schluß die Spitze. Dann nützte Michael Sares (Porsche 911 RSR) eine kleine Unachtsamkeit Wagners aus und überquerte als Erster die Ziellinie vor Wagner und Franz De Bettin (VW Käfer Cup), der den Podestplatz nachholte, der ihm letztes Jahr wegen Ausfalls auf dem Wachauring versagt geblieben war.

Sechs Boliden matchten sich in der Ford Fiesta Sporting Trophy über die Rundstrecke. Unmittelbar nach dem Start gab es ein beinhartes Duell in die erste Schikane zwischen Raffael Sulziger und Manuel Bauer um den dritten Platz, bei dem Sulziger knapp die Nase vorn behielt. Und der Kampf sollte bis zum Schluß andauern – mit einem Happy End für Sulziger. An der Spitze hingegen fuhr Patrik Winter ein einsames Rennen und gewann klar (+7,064) vor Lukas Langstadlinger.

Im Suzuki Motorsportcup standen insgesamt 19 Fahrzeuge am Start. Das Rennen stand dann ganz im Zeichen eines Zweikampfes zwischen Hermann Neubauer und Thomas Heuer. Letzterer musste sich aber trotz schnellster Rennrunde im Ziel mit Platz zwei begnügen. In seinem Erstlingsrennen erreichte der junge Philipp Lietz den hervorragenden dritten Platz. Beste Vertreterin des schönen Geschlechts wurde Victoria Schneider auf dem sechsten Platz.

Beim Rennen der Young-Timer gelang Michael Sares (Ford Sierra Cosworth) ein Sprung nach vorne – vom vierten Startplatz auf den zweiten Endrang. Nur der Trainingsschnellste Roger Jahnig (BMW M 3) konnte sich des Angriffs erwehren und beendete den Lauf auf dem ersten Platz. Franz Spitaler (BMW M 3) kam als dritter ins Ziel.

Das erste Rennen der BMW Challenge Gruppe N begann gleich mit einem Überholungsmanöver. Vincent Smaal kam an Alex Gumpenberger vorbei und setzte sich auf den zweiten Platz, den er bis zum Schluß nicht mehr hergab. Den Sieg holte sich jedoch Markus Eckerstorfer und Gumpenberger musste sich mit den dritten Platz zufrieden geben.

In der BMW Challenge (Gruppe A) gewann zwar Michael Hollerweger den Start, doch Vorjahres-Gesamtsieger Dietmar Lackinger, der schon das Zeittraining beherrscht hatte, setzte sich noch vor der ersten Schikane an die Spitze und feierte einen ungefährdeten, wenn auch knappen Sieg (+0,366) vor Hollerweger und Martin Jakubowicz.

In der Formel Historic feierte Olaf Strauch (Motul) den Sieg vor Robert Waschak (Austro Vau 1300) und Rudi Raml (Kaimann).

In der Classica Trophy konnte sich Thomas Schütz im Renault 5 Alpine vor Manfred Poller (Alfa Romeo Spider Duetto) und Matthäus Russegger (Lancia Fulvia 1300) durchsetzen.

Im Gleichmäßigkeits-Wettbewerb der Ferrari Trophy G1 konnte sich Robert Huber (Ferrari 355 GTB) durchsetzen. Auf den Plätzen landeten Norbert Fritz (Ferrari Challenge) und Kurt Neumann (Ferrari Testarossa).

Bei der Ferrari Trophy G2 hatte dann Helmut Artacker (Ferrari 360 F1) die Nase vorn in Punkto Gleichmäßigkeit und gewann vor Josef Köbrunner (Ferrari) und Peter Schabel (Ferrari 430 F1).

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