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Große Hoffnungen

Während Manfred Stohl in Neuseeland unbedingt punkten muss und auch Paasonen seinen Mexico-Ausfall vergessen will, betritt Vollak Neuland.

Mit der Propecia Rally New Zealand (15. - 18. April 2004) steht der World Rally Championship eine der attraktivsten und schnellsten Veranstaltungen bevor. Das OMV World Rally Team sorgt weiterhin für Spannung in der Production-WM:

Paasonen (Fin) geht als Sonderprüfungs-Bestzeitführender und WM-Dritter an den Start, Stohl (A) hält auf allen Sonderprüfungen dieser Rally Bestzeit in der seriennahen Klasse und OMV Rookie Vollak (D) pilotiert bestens vorbereitet seinen Mitsubishi erstmals auf Schotter.

„Mille pistes“ - das Zauberwort der diesjährigen Neusseland-Rallye

Erstmals kommt das von der FIA im Vorjahr beschlossene System zur Anwendung. Die Sonderprüfungen werden vormittags nach den Vorschriften der Strassen-verkehrsordnung trainiert und nachmittags im Renntempo bewerbsmässig absolviert. Die Entscheidung Renn- oder Trainingsauto am Vormittag obliegt den Teams. Für die Teilnehmer ein vollgedrängten Terminplan: Wecker auf 3.00 Uhr stellen und erst nach rund 22 Stunden Motorsport wieder an ein Bett denken.

Stohl steht auf Neusselands Schotter

Die bisherige Neuseeland-Bilanz des OMV Piloten Manfred Stohl ist eindrucksvoll: von insgesamt fünf Gruppe-N-Starts beendete er zwei als Sieger (2000, 2001), einen als Zweiter (1998) und einen als Achter (2002). Den Titel „schnellster Gruppe-N-Pilot“ hat er jedenfalls in der Tasche. Bis auf ein kurzes Teilstück (das seit zwei Jahren nicht mehr gefahren wird) hält der OMV Pilot auf jeder Sonderprüfung die absolut schnellste Zeit in der seriennahen Klasse.

Stohl: „Diese Rally liegt mir besonders und ich fühle mich dort rundum wohl. Ich fürchte mich auch nicht vor den Strapazen des neuen Mille pistes-Systems. Dennoch wird es eine extrem schwierige Rally, da alle 20 in der P-WRC eingeschriebenen Teams am Start sind und ich diesmal wirklich punkten muss. Ich denke auch, dass schon der erste Tag eine gewisse Vorentscheidung bringen wird.“

Unter Druck stehen durch das neue System die Co-Piloten:„Zwischen Training und Rennen sind keine Pausen – der Aufschrieb muss also auf Anhieb passen“ so Ilka Minor.

14 Sonderprüfungs-Bestzeiten sprechen für OMV Pilot Paasonen

Jani Paasonen startet als Dritter der P-WRC-Zwischenwertung in Neuseeland. Überlegen führt der finnische OMV Pilot bei den SP-Bestzeiten: von den in dieser Saison (Schweden und Mexiko) gefahrenen 34 Sonderprüfungen erzielte er 14 Bestzeiten. Dahinter erst rangiert der derzeit in der P-WRC-Führende Dani Sola (Spa) mit neun.

Im Land der Kiwis hält der OMV World Rally Team-Fahrer eine weitere SP-Bestzeit: 2002 erzielte er auf dem 11,15-km langen Teilstück „Te Hutewai“ Gesamtbestzeit mit einem World Rally Car.

Paasonen: „Die schnellen, rutschigen Passagen kommen mir entgegen. Dennoch brauche ich nach meinem Ausfall in Mexiko ein zählbares Ergebnis um den Anschluss in der WM nicht zu verlieren.“

Viele Tipps und hartes Training für die Schotter Premiere

Sebastian Vollaks Training in Österreich hat viel an Erfahrung gebracht. Der OMV Rookie absolvierte einen Testtag in Bruck/Leitha - dort, wo der 21jährige Deutsche vor fast genau 100 Tagen sein Ticket für das OMV World Rally Team löste. Vollak spulte rund 150 Testkilometer herunter und lauschte den Anweisungen seines „Co-Piloten“ Manfred Stohl.

Vollak: „Ich habe enorm viel dazugelernt und konnte das Auto perfekt auf mich abstimmen. Ich denke, dass ich mich auf Schotter wohler als auf Eis fühle. Ebenso konnten wir die schnellen Kurven für Neuseeland ideal simulieren.“

Keine Probleme sieht der OMV Pilot hingegen mit dem gedrängten Programm: „Ich habe bereits versucht ein wenig vorzuschlafen. Wichtig wird aber sein, dass man jede freie Minute für ein kleines Nickerchen nützt.“

Die Neuseeland-Rally startet am Donnerstag (15. April) um 19.25 Uhr mit zwei Super Stages in Manukau. Insgesamt stehen bis Sonntag (18. April) 23 Sonderprüfungen mit einer Länge von 395,90 Kilometer auf dem Programm. Die Gesamtlänge beträgt 1.413,56 Kilometer. Der Zieleinlauf ist am Sonntag gegen 17.00 Uhr in Auckland.

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