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Solberg gegen Grönholm, und es steht 2:0

Petter Solberg wehrt sich erfolgreich gegen Marcus Grönholm, beide Mitsubishi-Piloten mit tollen Leistungen, Loeb weiter auf Titelkurs.

Manfred Wolf

Harri Rovanperä begann die zweite Etappe der Japan-Rallye so, wie er die erste beendet hatte – mit einer Bestzeit. Der Mitsubishi-Pilot war auf der 6,28 Kilometer langen SP „Sinotcaki 1“ bei nasskaltem Morgenwetter Schnellster, ganz knapp vor Peugeot-Pilot Marcus Grönholm und dem Gesamtführenden Petter Solberg.

Auf der 8,18 Kilometer SP „Emina 1“ sicherte sich dann Grönholm die Bestzeit, Rovanperä war aber wieder toll unterwegs und fuhr auf den zweiten Rang, was ihn bis auf unter eine Sekunde an Chris Atkinson heranbrachte, der mit seinem Subaru nicht mehr so gut in Schwung zu kommen scheint, wie noch am ersten Tag. Dessen Teamkollege Petter Solberg erzielte die drittbeste Zeit. Mit der Bestzeit pirschte sich Grönholm wieder ganz knapp an den zweitplatzierten Sebastien Loeb heran, der 6,9 Sekunden verlor. Und auch etwas weiter hinten im Klassement wurde um Sekunden gefightet: Gigi Galli (im zweiten Mitsubishi) war schneller als Francois Duval (im zweiten Citroen), was den Italiener im Kampf um Gesamtrang sechs weitere 1,6 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen einbrachte.

Die dritte Prüfung („Pawse Kamuy 3“, 9,05 Kilometer) des Tages brachte dann gleich mehrere Umstürze im Gesamtklassement: Harri Rovanperä schob sich und seinen Mitsubishi mit der dritten SP-Bestzeit der Rallye vorbei an Chris Atkinson auf Platz vier und Marcus Grönholm eroberte mit der zweitbesten Zeit Rang zwei von Citroen-Superstar Sebastien Loeb. Der Franzose war aber ganz offensichtlich ohne Risiko unterwegs – selbst der dritte Rang würde ihm ja locker zum vorzeitigen Titelgewinn reichen. Und Gigi Galli war wieder einmal erfolgreich im Duell mit Francois Duval, 1,2 Sekunden war er auf dieser SP 12 schneller.

SP 13, „Rikubetsu 3“ mit nur 2,73 Kilometer Länge brachte eine Bestzeit für den dominierenden Mann der Japan-Rallye, für den Subaru-Piloten Petter Solberg, hinter ihm klassierten sich Marcus Grönholm und Gigi Galli ex-aequo auf Rang zwei.

Die erste etwas längere SP („Menan 1“, 16,25 Kilometer) sah Marcus Grönholm in Front, der Finne machte mit seiner Bestzeit fünf Sekunden auf Petter Solberg gut, der sich die zweitbeste Zeit gutschreiben ließ. Gigi Galli fuhr erneut stark und erzielte die drittbeste Zeit, damit nahm der Italiener deutlich Kurs auf Chris Atkinson, 9,7 Sekunden fehlten zu diesem Zeitpunkt, vor der Mittagspause des zweiten Tages.

Mickey-Mouse-Prüfungen auch am Nachmittag, „Sinotcaki 2“ stand an und damit nur 6,28 SP-Kilometer. Diese absolvierte Marcus Grönholm am schnellsten, Petter Solberg war allerdings nur 0,5 Sekunden langsamer, Francois Duval ließ mit einer guten dritten SP-Zeit aufhorchen.

Petter Solberg schlug postwendend zurück, auf den 8,18 Kilometern von „Emina 2“, der 16. Sonderprüfung der Japan-Rallye, fuhr der Norweger Bestzeit, 1,9 Sekunden vor Grönholm und 3,1 Sekunden vor Loeb. Gigi Galli setzte sich mit der fünftschnellsten Zeit direkt in den Windschatten von Atkinson, nur mehr 3,9 Sekunden fehlten auf den Australier. Dieser bekam auch immer mehr den Druck des zweiten Citroen-Piloten Francois Duval zu spüren, der mit einer dritten SP-Zeit bis auf 3,7 Sekunden an den Subaru-Youngster herankam.

Doch Marcus Grönholm hielt den Druck auf Solberg aufrecht. Auf SP 17 („Pawse Kamuy 1“, 9,05 Kilometer) fuhr er erneut Bestzeit, machte etwas über 2 Sekunden auf den Subaru-Piloten gut, womit dessen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 19,8 Sekunden schmolz. Mit einer tollen zweitbesten Zeit rang der Italiener Gigi Galli Chris Atkinson nieder, damit lag auf den Rängen vier und fünf das Mitsubishi-Duo Rovanperä und Galli.

Das Ping-Pong-Spiel zwischen Solberg und Grönholm setzte sich auf SP 18 munter fort. „Nupri Pake” hieß die Prüfung, 13,89 Kilometer war sie lang und Petter Solberg erzielte die Bestzeit, dieses Mal vor Francois Duval und seinem engsten Verfolger Grönholm. Während der Vorsprung des Norwegers damit wieder auf über 20 Sekunden anwuchs, gab es in der Gesamtwertung eine viel wichtigere Änderung: Duval überholte mit der dritten Zeit Chris Atkinson im Kampf um Rang sechs, gleichzeitig fehlten ihm auf Platz fünf von Gigi Galli nur mehr 0,2 Sekunden.

Auf der nur 2,73 Kilometer kurzen SP 19 „Rikubetsu 4“ war Solberg erneut Schnellster – vor Gigi Galli, der sich damit ein wenig Luft im Kampf um Platz fünf verschaffen konnte. Sebastien Loeb wurde guter Dritter und festigte damit seinen WM-Kurs.

Das Spiel der vorigen beiden Prüfungen wiederholte sich, Solberg erzielte auch auf SP 20 („Menan 2“, 16,25 Kilometer) Bestzeit und vergrößerte seinen Vorsprung auf Marcus Grönholm, der Viertschnellster war, um 5,9 Sekunden auf insgesamt 31,4 Sekunden. Sebastien Loeb sicherte seinen dritten Rang mit einer tollen zweiten SP-Zeit weiter ab. Hinter dem Spitzen-Trio ging es munter zur Sache: Gigi Galli überrumpelte mit einer super Zeit (Drittschnellster!) seinen Teamkollegen Harri Rovanperä im Kampf um Rang vier. Die beiden Mitsubishi-Piloten hängten damit Francois Duval ab, an diesem schob sich außerdem noch Chris Atkinson vorbei, der nach einem eher verschlafenen Tag kurz vor Schluss noch einmal munter wurde und den sechsten Rang zurückeroberte. Schlecht erging es dagegen Ford-Privatier Dani Sola: Der Spanier überschlug sich und musste aufgeben. Überhaupt scheint die Japan-Rallye in diesem Jahr nicht unbedingt der beste Event für Ford zu sein, die Truppe von Teamchef Malcolm Wilson hat mit Toni Gardemeister auf Rang acht mit Müh’ und Not gerade mal einen Mann in den Punkterängen.

Die abschließende SuperSpecial „Satsunai 2“ (2,09 Kilometer) brachte keine Veränderungen am Klassement. Der Vollständigkeit halber: Harri Rovanperä beschloss den Tag mit einer Bestzeit, das scheint für den Finnen in Japan ja schon Tradition zu haben. Knapp dahinter: Petter Solberg und Rovanperäs Teamkollege Gigi Galli.

Stand nach Etappe 2 (inoffiziell):

1. SOLBERG/MILLS, Subaru 2:34:23,6 Std.
2. GRÖNHOLM/RAUTIAINEN, Peugeot 307 + 32,3 Sek.
3. LOEB/ELENA, Citroen + 01:11,1 Min.
4. GALLI/DAMORE, Mitsubishi + 02:42,7
5. ROVANPERA/PIETILAINEN, + 02:43,8
6. ATKINSON/McNEAL, Subaru + 02:53,7
7. DUVAL/SMEETS, Citroen, + 02:55,6
8. GARDEMEISTER/HONKANEN, Ford + 04:05,2
9. KRESTA/MOZNY, Ford + 04:21,9
10. CARLSSON/ANDERSSON, Peugeot 307 + 05:36,2
11. WARMBOLD/ORR, Ford + 07:02,2
12. SCHWARZ/WICHA, Skoda + 09:22,8
13. PANIZZI/PANIZZI, Mitsubishi + 12:28,3

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