RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Save the best for last

Triumph im Waldviertel: Nach seinem Desaster bei der Herbst-Rallye erlebten Josef Schrott/Wilhelm Hawle nun wieder eine erfolgreiche Veranstaltung.

Und angesichts der letztendlich doch sehr guten Positionierung in der Jahreswertung der Austrian Rallye Challenge – immerhin Platz Sieben – ist man fast geneigt, Vermutungen anzustellen. Etwa in dieser Art: Wie gut hätte sich Josef Schrott erst platzieren können, wenn er alle Läufe zur ARC gefahren wäre (also auch IPZ-Mühlviertel- sowie ADAC-Niederbayern-Rallye)? Zu sagen vermag das heute keiner so genau, bis auf das Eine: Gegen Wolfgang Schmollngruber wäre es ziemlich sicher sehr, sehr schwer geworden.

Und das hat auch der Verlauf der OMV-Waldviertel-Rallye sehr deutlich gezeigt, obwohl Wolfgang Schmollngruber und Karin Punz nicht mehr der starke ehemalige Werkswagen zur Verfügung stand, sondern der um einiges weniger leistungsfähige Mazda 323, den früher Alexander Mayer fuhr und der auch ein wenig anfälliger ist. Bei der OMV-Waldviertel-Rallye hielten aber beide Fahrzeuge erstaunlich gut, trotz der streckenbedingt sehr hohen Materialbelastung.

Und die war auch bei der, wenn man so will, „halben“ OMV-Waldviertel-Rallye noch enorm hoch, denn ein anderer Untergrund als Schotter war hier eher der Ausnahmefall. Das galt besonders für die Samstages-Etappe, jener Teil der Veranstaltung, der von den Challenge-Teilnehmern zu befahren war – somit auch von Josef Schrott und Willi Hawle. Ihr Start war etwas verhalten, aber dann wurden sie rasch schneller und fuhren auf der dritten Prüfung „Niederedlitz II“ sogar eine schnellere Zeit als der spätere Challenge-Gesamtsieger Dr. Christian Nitsche. Auch den nunmehr neuen Challenge-Meister Wolfgang Schmollngruber übertrafen sie an Tempo bei weitem. Schneller war hier nur Johann Grabner (Mitsubishi).

Dann schließlich kam die Sensation: Auf der Prüfung „Hollenbach II“ gelang Josef Schrott eine Bestzeit in der Challenge-Wertung der OMV-Waldviertel-Rallye. Damit hatte er nun alle hinter sich gelassen, einschließlich Johann Grabner. In der Zwischenwertung lag er zu diesem Zeitpunkt auf Platz Vier. Ein verhältnismäßig gutes Ergebnis für das 15 Jahre alte Allradauto.

Nach dem Ausfall von Johann Grabner/Bernhard Schaden übernahmen Josef Schrott und Willi Hawle auf SP 6 „Gopprechts“ selbstredend den dritten Platz in der Challenge-Wertung der OMV-Waldviertel-Rallye. In das zu diesem Zeitpunkt besonders spannungsgeladene Duell zwischen Wolfgang Schmollngruber/Karin Punz (Mazda) und Dr. Christian Nitsche/Marion Voll konnten sie zwar nicht eingreifen, aber dafür hatten sie mit den Jungtalenten Reinhard Mitterauer/Erwin Heigl (Toyota Celica GT 4) und Markus Felbauer/Tanja Hinterberger verhältnismäßig leichtes Spiel.

Dabei hätten sie es am Ende der Rallye fast noch spannend im Kampf um Platz Zwei gemacht, denn auf den letzten beiden Prüfungen im Norden Niederösterreichs, unter besonders schwierigen Bedingungen (Dunkelheit, ausgefahrener Schotter usw.), gelangen dem Lancia-Team zwei überlegene Bestzeiten. Zugleich hatte Wolfgang Schmollngruber etwas nachgelassen.

Aber auch, wenn am Ende der Rallye noch 8,6 Sekunden auf den neuen Challenge-Meister fehlten, war es eine feine Vorstellung mit dem gelben Lancia Delta Integrale von Alois Forstenlechner, der das Auto auch diesmal wieder sehr gut vorbereitet hatte: Bis auf etwas schaurige Geräusche vom Antriebsstrang gab es technisch keinerlei Unsicherheiten.

Damit ist eigentlich klar: Die letzte Saisonrallye war für das JS-Rallyeteam die beste.

News aus anderen Motorline-Channels:

OMV Rallye Waldviertel: Bericht Schrott

- special features -

Weitere Artikel:

EHRC Historic Rally Fafe: Vorschau Schindelegger

Schindeleggers beim Auftakt zur neuen Schotter-EM

Das Rallyeteam Schindelegger startet am 10. und 11. April bei der Historic Rally Fafe das große Abenteuer der Schotter - Europameisterschaft in Portugal.

WRC Safari-Rallye: Bericht

Erster WRC-Sieg für Takamoto Katsuta

34 Jahre musste Japan auf einen WRC-Sieg warten: Bei der legendären Safari-Rallye in Kenia endet die lange Durststrecke - dank Takamoto Katsuta

Alpenfahrt Revival 2026: 1. Vorschau

Starterfeld nimmt langsam Formen an

Bis jetzt haben bereits 24 Mannschaften ihre Nennung abgegeben - Super-Star wird Rallye Ex-Weltmeister Stig Blomqvist mit Arne Hertz sein

Unwetterfolgen treffen WRC

Route der Rallye auf Gran Canaria umgebaut

Nach heftigen Unwettern wird die Strecke der Kanaren-Rallye angepasst: Überschwemmungen und Erdrutsche machen Änderungen am Ablauf notwendig

TEC7 ORM Rallye Backstage, der neue offizielle Podcast der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft, feiert seine Premiere. Zum Auftakt begrüßt Moderator und Creator Noir Trawniczek keinen Geringeren als den fünffachen Staatsmeister Simon Wagner.

ARC, Lavanttal Rallye: Vorschau Gschwandner

Easy Drivers No Roadrunning Projekt bei der Lavanttal Rallye

ARC-Obmann Georg Gschwandner startet erstmals seit 2019 wieder im Bewerb einer Rallye - den Auftritt im Volvo Kombi nützt er auch für die Bewerbung des Verkehrssicherheitsprojekts "No Roadrunning".