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IRC: Sanremo

Noch warten mehr als hundert Wertungskilometer…

Jan Kopecky hat hoch gesetzt und viel verloren, Kris Meeke liegt derzeit hinter Andreucci, Rosetti und Vouilloz auf Rang vier. Wittmann 30., Saibel 36.

Michael Noir Trawniczek

Ein Casino-Besuch vor der Sanremo-Rallye (siehe großes Bild) hatte Symbolcharakter. Jan Kopecky riskierte viel (auf SP 2) und verlor, zumindest für diese Rallye, so ziemlich alles (Abflug, beschädigtes Auto, out für den Freitag). Tabellenleader Kris Meeke muss nicht mehr alles riskieren. Die Mannschaft von Kopecky, das Skoda-Werksteam führte an dem schwer beschädigten Fabia Super 2000 Reparaturarbeiten durch, sodass Kopecky die Rallye eventuell am Samstag fortsetzen kann, wenngleich es wohl nur durch ein Wunder für Punkte reichen sollte…

Allerdings hat Kopecky erst sechs zählbare Ergebnisse und kann beim Finale in Schottland volle zehn Punkte in Anspruch nehmen (er werden sieben der elf Läufe für die Endwertung herangezogen), während Meeke dort sein achtes zählbares Ergebnis einfahren wird und er daher eines streichen muss – die Meisterschaft ist also trotz des Ausfalls von Kopecky noch nicht entschieden…

Zwei Lokalmatadore in Front

In Führung liegt ohnehin einer der Lokalmatadore – Paolo Andreucci kämpft im Peugeot 207 Super 2000 gegen Landsmann Ricardo Rosetti im Werks-Abarth um die Führung. Nach der mit 44 Kilometern längsten Sonderprüfung der gesamten IRC-Saison liegen nur noch 1,7 Sekunden zwischen den beiden.

Mit einem Abstand von 12,3 Sekunden belegt der regierende, mit Sicherheit aber auch scheidende IRC-Champion Nicolas Vouilloz Rang drei – Kris Meeke liegt weitere 10,2 Sekunden hinter seinem Kronos-Teamkollegen. Am Ende also wird Meeke – bei dieser Konstellation – auf dem Podest stehen…

Allerdings muss sich der Brite auch gegen Markenkollege Freddy Loix durchsetzen, der nur 1,2 Sekunden hinter ihm Rang fünf belegt. Hinter Loix ein weiterer Peugeot-Pilot, der glatzköpfige Lokalmatador Renato Travaglia. Der bestplatzierte Skoda-Pilot ist nunmehr ebenfalls Italiener, Piero Longhi belegt Rang sieben, Werkspilot Juho Hänninen auf Rang elf. Direkt hinter Francopis Duval, der im Laufe des Tages immer besser it seinem Werks-Abarth zurechtkam und vor allem die erste Kurve der Rallye heil überstanden hat. Die einzige S2000-Pilotin bei der Sanremo-Rallye, die Italienerin Patrizia Scascia, belegt in ihrem rosa lackierten Peugeot 207 S2000 Rang 25.

Wittmann 30. – Saibel 36.

Franz Wittmann und Bernhard Ettel belegen als drittbeste Mitsubishi Evo IX-Piloten hinter Simone Campedelli (22.) und Fabio Gianfico (23.) den 30. Platz – der Rückstand auf Gianfico beträgt lediglich 21 Sekunden, auf Campedelli fehlen dem Österreicher rund 26 Sekunden.

Auf Rang 36 liegen Mario Saibel und Daniela Weissengruber, die ebenfalls auf einem Mitsubishi Lancer Evo IX unterwegs sind. Saibel liegt etwas mehr als zwei Minuten hinter Wittmann zurück. Beide Österreicher kämpfen gegen die wendigen Renault Clio R3- sowie Super 1600-Autos, welche großteils von ortskundigen Lokalmatadoren gelenkt werden…

Am Samstag sind noch fünf Wertungsprüfungen zu insgesamt rund 113 Kilometern zu absolvieren. Die rund 28 km lange SP 5 „Tris“ wird um 9.28 Uhr Ortszeit in Angriff genommen.

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