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Stürmischer Beginn in Sanremo

Titelfighter Jan Kopecky flog auf SP 2 ab, es führt Paolo Andreucci vor Rosetti. Zeiten-Chaos nach Abbruch von SP 3. Wittmann 36., Saibel 49.

Michael Noir Trawniczek

Zuerst fuhr Jan Kopecky gleich einmal Bestzeit, schließlich liegt er in der IRC-Tabelle nur einen Zähler hinter Peugeot-Pilot Kris Meeke. Doch auf SP 2 flog der Skoda-Werkspilot von der Strecke, sodass sich Meeke nun darauf konzentrieren kann, möglichst ins Ziel zu kommen, mit möglichst vielen Punkten.

Allerdings hat Kopecky erst sechs zählbare Ergebnisse und kann beim Finale in Schottland volle zehn Punkte in Anspruch nehmen (er werden sieben der elf Läufe für die Endwertung herangezogen), während Meeke dort sein achtes zählbares Ergebnis einfahren wird und er daher eines streichen muss – die Meisterschaft ist also trotz des Ausfalls von Kopecky noch nicht entschieden.

Lokalmatador Andreucci führt

Nach den ersten zwei Prüfungen der Sanremo-Rallye führen drei italienische Lokalmatadore – Paolo Andreucci liegt im Peugeot 207 Super 2000 3,5 Sekunden vor Abarth Grande Punto S2000-Pilot Luca Rosetti. Alessandro Perico war zwar nach SP 2 Dritter, fiel jedoch auf SP 3 zurück, verlor satte acht Minuten - so konnte Meeke auf Rang drei vorrücken - allerdings gibt es nach dem Abbruch von SP 3 offenbar Probleme mit der Zeitnehmung und dem Erstellen des Klassements.

Franz Wittmann und Bernhard Ettel belegten nach der zweiten Prüfung den 36. Gesamtrang – Wittmann erlebte den Abbruch der SP 3 aus nächster Nähe bzw. wurde direkt davon betroffen: „Da gab es auf Grund der schmalen Strasse kein Weiterkommen mehr. Zuerst hatte der zweite Wagen vor mir einen Unfall, mein Vordermann fuhr sich einen Reifendefekt ein und blieb ebenfalls stehen. Damit war diese Prüfung für uns alle gelaufen.“

Wittmann: „Durchaus zufrieden“

Wittann zieht eine positive Zwischenbilanz: „Bis dorthin bin ich mit meinem Auftritt durchaus zufrieden. Ich bin drittbester Mitsubishi Pilot [hinter Gianfico und Campedelli, d. Red.], wobei die ersten zwei ausgesprochene Lokalmatadore sind und jede Kurve auswendig kennen. Die Rallye ist noch sehr lang, ich hoffe weiter fehlerlos unterwegs zu sein, dann kann noch ein gutes Resultat herausschauen.“

Saibel auf Rang 49

Mario Saibel und Daniela Weissengruber, wie Wittmann ebenfalls auf einem herkömmlichen Mitsubishi Lancer Evolution IX unterwegs, werden nach der zweiten Prüfung auf dem 49. Gesamtrang geführt.

Ab 22.43 Uhr wird die längste Sonderprüfung der gesamten IRC-Saison in Angriff genommen – die 44 Kilometer ergeben sich aus der Aneinanderreihung der ersten drei Prüfungen. Bleibt nur zu hoffen, dass diese nicht erneut abgebrochen werden muss…

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