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Rallye-WM: Finnland

Keine Dramen am Sonntagvormittag

Der finnische Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen feiert seinen ersten Heimsieg, Sébastien Loeb wird Zweiter, Jari Matti Latvala auf Platz drei.

Michael Noir Trawniczek

Insgesamt waren an diesem Sonntagvormittag nur noch 48 Wertungskilometer zu absolvieren – die beiden Spitzenpiloten Mikko Hirvonen und Sébastien Loeb ließen nichts mehr anbrennen, sicherten ihre Positionen. Bis auf einen Abflug des Südafrikaners Conrad Rautenbach gab es in der großen Klasse der WRC keine weiteren Vorkommnisse zu vermelden.

So konnte Mikko Hirvonen seinen ersten Heimsieg in der Rallye-Weltmeisterschaft feiern. Der Ford-Werkspilot konnte damit seine WM-Führung weiter ausbauen und seinen Vorsprung auf drei Zähler erhöhen. Ein strahlender Mikko Hirvonen gab zu Protokoll: „Ich bin wirklich happy – denn ich habe die Rallye aus eigener Kraft heraus gewonnen. Wir lagen auch schon vor Sébastiens Reifenschaden vorne – als er den hatte, sind wir es etwas langsamer angegangen. Der Sieg bei meiner Heimrallye bedeutet mir sehr viel.“

Sébastien Loeb konnte seinen Vorjahrssieg nicht wiederholen und beschränkte sich nach einem Reifenschaden am Samstag auf Schadensbegrenzung, mit dem zweiten Platz. Loeb erklärte: „Als ich den Reifenschaden hatte, war unsere letzte Chance dahin. Aber Platz zwei ist okay.“

Jari Matti Latvala konnte sich im Kampf gegen den Citroen-Werkspiloten Dani Sordo durchsetzen und den dritten Platz verteidigen. Dem Finnen war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, als er zu seinem ersten Podestplatz bei seiner Heimrallye erklärte: „Das war definitiv eine harte Rallye – der Kampf gegen Dani am Samstag war wirklich beinhart. Ich bin erleichtert, das Ziel zu sehen.“

Aber auch Sordo darf mit dem vierten Platz zufrieden sein: „Ich bin glücklich mit der Performance, mit dem Auto, mit dem Team. Der vierte Platz ist okay, denn Jari Matti war einfach sehr schnell unterwegs.“

Rantanen bester Nicht-Werkspilot

Hinter den vier Werkspiloten der Topteams konnte Matti Rantanen im Munchi’s Ford den fünften Platz belegen – gestern noch erklärte Rantanen, er sei enttäuscht, nicht näher an die Toppiloten herangekommen zu sein, da der finnische Geheimtipp für die Zukunft über vier Minuten Rückstand aufweist. Doch als er sich im Kampf gegen Sébastien Ogier, um Rang fünf, durchsetzen konnte, war Rantanen dann doch zufrieden: „Ich freue mich sehr. Ich würde gerne mehr WRC-Rallyes bestreiten, aber das kommt auf unsere Sponsoren an.“

Ogier hat auf der letzten, nur 6,5 km langen Prüfung eine Abzweigung verpasst, was den Kampf um Platz fünf wohl zu seinen Ungunsten entschieden hat. Der Citroen Junior erklärte: „Es war eine sehr gute Rallye für mich, es ist kein wirkliches Problem, ob man am Ende Fünfter oder Sechster ist.“

Jari Ketomaa, auf einem Subaru Impreza WRC2007 des Adapta-Teams unterwegs, war mit dem siebten Platz nicht wirklich zufrieden: „Ich wollte mehr, definitiv. Immerhin war unser Speed recht gut, aber das Resultat könnte besser sein.“

Den achten und damit letzten Punkteplatz konnte Stobart Ford-Pilot Matthew Wilson erringen.

Hänninen siegt in der Gruppe N>

Auf dem zehnten Gesamtrang konnte RB Rallye Team-„Leihgabe“ Juho Hänninen die Gruppe N-Wertung überlegen für sich entscheiden, Anton Alen im Abarth Grande Punto S2000 und Patrik Flodin im Subaru Impreza WRX belegten die Plätze zwei und drei.

Formel 1-Pilot Kimi Räikkönen konnte die Rallye nach seinem Überschlag auf der letzten Samstagsprüfung nicht mehr fortsetzen – der „Iceman“ lieferte bis dahin einen formidablen Einstand auf Schotter, bei seiner ersten WM-Rallye lag er vor seinem Ausfall auf dem dritten Platz der Gruppe N-Wertung, zeitweise war er sogar schneller als Markenkollege Anton Alen unterwegs, Räikkönen erntete für seine Vorstellung das Lob sämtlicher Experten…

JWRC: Sieg für Prokop

In der JWRC sicherte sich Citroen-Pilot Martin Prokop den Sieg vor Kalle Pinomäki und Michal Kosciuszko, Aaron Burkart belegte Platz vier.

Die nächste WM-Rallye findet von 4. bis 6. September in Australien statt.

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