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„Nasser muss übermenschlich gefahren sein“

Patrik Sandell konnte das Potential des überlegenen Skoda Fabia S2000 diesmal nicht komplett umsetzen – auf der letzten SP verpasste er den Sieg.

Bitter! Patrik Sandell fehlten heute 1,5 Sekunden auf den dritten Saisonsieg in der P-WRC-Weltmeisterschaft! Der Schwede und sein Beifahrer Emil Axelsson – Skoda Fabia S2000 – zeigten bei der „Rally d’italia Sardegna“ eine tolle Leistung, lagen zehn Sonderprüfungen in Führung, erzielten fünf Bestzeiten – und dennoch reichte es nicht zum Sieg!

Was für ein unglaublich spannender Schlusstag mit einem packenden Duell! Al-Atthiyah legte am Morgen vor, 14,9 Sekunden schneller als Sandell, da waren es nur noch 8,6 Sekunden Vorsprung. Doch der Skoda-Pilot konterte, baute den Vorsprung mit zwei Bestzeiten wieder auf 16,2 Sekunden aus. Doch Al-Atthiyah ließ nicht locker: Tolle Bestmarke auf SP 16 – da waren es nur noch vier Sekunden. Die letzte Sonderprüfung musste entscheiden!

Und da hatte Nasser Al-Atthiyah das bessere Ende für sich, war 5,5 Sekunden schneller und gewann damit mit dem Minimialvorsprung von 1,5 Sekunden! Rang drei ging an den Portugiesen Armindo Araujo. Patrik Sandell: „Ich kann es noch kaum fassen. Wir haben auf der letzten Prüfung wirklich alles riskiert, aber Nasser muss übermenschlich unterwegs gewesen sein. Anders kann ich mir diese Zeit von ihm nicht erklären. Klar bin ich jetzt enttäuscht – andererseits haben wir acht wichtige Punkte für die Meisterschaft geholt. Und da ist ja noch alles offen.“

Nicht minder spannend ist es in der Zwischenwertung der P-WRC-Weltmeisterschaft. Nach fünf Läufen liegt Al-Atthyiah mit nunmehr 31 Zählern vor Araujo mit 29 in Front. Patrik Sandell folgt mit 28 Zählern auf Rang drei!

Teamchef Raimund Baumschlager: „Der knapp verpasste Sieg ist natürlich ein Wermutstropfen. Aber sonst bin ich total zufrieden, wie alles gelaufen ist. Patrik war fehlerlos unterwegs, das Auto hatte keinerlei technische Probleme – und ein zweiter Platz bei einem WM-Lauf ist ja auch nicht gerade etwas, worüber man jetzt traurig sein müsste. Die Rallye hat gezeigt, wie stark das Feld in der P-WRC ist.“

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