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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Dem Wetterfrosch zum Trotz: Platz 5

Hohe Warte und niedriger Ladedruck: Mario Saibel und Daniela Weißengruber fuhren dennoch für ihr Team MCC den fünften Platz ein.

Fotos: Johann Vogl

Das Team MCC (Motorsport Competence Center) wurde bei der Castrol Judenburg-Pölstal Rallye, dem vierten ÖM-Lauf des Jahres, von Mario Saibel und Daniela Weißengruber mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo IX vertreten.

Das Wetter drohte die selektiven Prüfungen zu einer Lotterie zu machen, die Bedingungen waren am ersten Tag aber nicht so tückisch wie erwartet: „Es hat zwar etwas geregnet, im Großen und Ganzen war’s aber schön zu fahren“, rapportierte Saibel im Etappenziel.

Dafür mussten Saibel/Weißengruber am ersten Tag der Rallye sozusagen mit stumpfen Waffen kämpfen, der Gruppe-N-Bolide wurde von Leistungsschwund geplagt. Bis zum Ende der ersten Etappe arbeiteten sie sich dennoch auf den 5. Gesamtrang nach vor, das war auch ihre Platzierung bei der populären Rundkurs-SP in Judenburg.

In den Abendstunden gingen die MCC-Techniker ans Werk: „Wir haben Turbo-Probleme“, erklärte Saibel, „den ganzen Tag sind wir mit etwas zu wenig Ladedruck unterwegs gewesen. Jetzt wird der Turbolader getauscht.“

Nach dem ersten Tag hatte das Team 45,2 Sekunden Rückstand auf den führenden Hermann Gaßner jun. und 13,3 Sekunden Defizit auf den viertplatzierten Patrick Winter: „Sobald mit der Technik wieder alles passt, werden wir attackieren!“

Auch am Samstag spielte das Wetter Kapriolen, Saibel nannte es „die typische Castrol-Rallye, bis hin zum Regenguss auf der letzten SP.“

Verwirrend auch für Meteorologen, wie das Team herausfinden musste. Man begann den Tag auf Slicks:

„Unsere Wetterprognose von der Hohen Warte war leider völlig daneben, es war dann nämlich komplett nass! Wir waren die einzigen auf Slicks und haben eine gute halbe Minute dadurch verloren. Fahrerisch war’s ein gutes Training – im Nassen auf Slicks - aber die verlorene Zeit war nicht mehr zurückzuholen.“

Daneben setzten sich die Probleme im Turbo-Trakt des Evo IX fort: „Wir hatten weiter nicht genug Leistung, vor allem zu wenig Durchzug von unten heraus.“

Durchgerollt wurde trotzdem nicht: „Ich bin die ganze Zeit so schnell gefahren als möglich, auch um Vergleichswerte zu bekommen und den Fehler am Auto zu finden.“

Zunächst profitierten Saibel/Weißengruber von den technischen Problemen am Waldherr-Polo und der Aufgabe des führenden Raimund Baumschlager, in der Schlussphase konnte Hermann Gaßner sen. dem MCC-Team noch eine Position wegschnappen, es bleibt bei Platz 5 für Mario Saibel und Daniela Weißengruber.

In der Gesamtwertung liegt Saibel, der heuer ja erst beim dritten Lauf in die ÖM eingestiegen ist, jetzt mit 26 Punkten ex aequo mit Reinhard Pasteiner auf der 8. Position. Weiter geht die Staatsmeisterschaft bei der Rallye Maribor in Slowenien am 3.und 4. Juli.

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