RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Der Lietz'sche Stein

Ein Stein machte den Traum vom Stockerl in Leiben zunichte, Philipp Lietz nahm es locker und hatte dennoch seinen Spaß beim ARC-Finale.

Voll Zuversicht waren Philipp Lietz und sein Co Thomas Steinber in die 14. Auflage der Leibner Herbstrallye gegangen. Einmal nach dem vorzeitigen Gewinn des OSK Pokals mit dem Mitsubishi Evo V richtig frei von der Leber weg angasen, war angesagt. Ein Top 3 Platz in der Gesamtwertung war das erklärte Ziel. Leider verhinderte dann nach einer hervorragenden Leistung bis zur Halbzeit ein Reifenschaden eine Topplatzierung.

Die beiden Ybbsitzer gewöhnten sich sehr rasch an das für sie neue Auto. Erschwerend war am Vormittag dichter Nebel auf den SPs 1 und 3, der die Prüfung noch anspruchsvoller machte. Gerade bei solchen Bedingungen macht sich das perfekte Zusammenspiel von Philipp und Thomas bezahlt: Der Lohn war zweimal die vierte Zeit, im Blindflug.

Mit nur 19 Sekunden Rückstand auf die routinierten Zeltner-Brüder im BMW M 3 fuhren Lietz/Steinber aus dem Mittagsservice. Sie wollten alles daransetzen, um doch noch den angepeilten Platz auf dem Podium zu erreichen. Leider endeten die Ambitionen schon nach 2 Kilometern der SP5.

„Bei einem Links-Abzweig fuhren wir ganz normal auf unserer Linie, nicht einmal extrem gecuttet. Auf einmal bekamen wir eine heftigen Schlag auf das linke Vorderrad. Schon ein paar Meter weiter bestätigte sich unsere Vermutung: Reifenschaden links vorne“, berichtet ein sichtlich enttäuschter Philipp Lietz.

„Um nicht mehr kaputt zu machen, entschieden wir uns, auf der Prüfung zu wechseln, was 5 Minuten kostete. Durch den heftigen Schlag wurden aber auch die Gelenke beschädigt. Wir fuhren deshalb den Rundkurs nicht fertig und rollten mit einem krummen Auto in langsamer Fahrt ins Service“.

Die Schäden wurden vom Team Race Rent Austria bestens behoben und so konnten wir die letzten beiden Prüfungen unter dem Motto „Forschung und Entwicklung“ doch noch bestreiten.

„Leider haben wir mit dem von uns so ersehnten Evo V nicht wirklich Glück, wie es scheint. Das Auto ist wirklich super zu fahren und macht richtig Spaß. Das Getriebeproblem von der Admont Rallye wurde vom Team aussortiert und der Evo lief perfekt. Ein Reifenschaden kann immer passieren, so ist halt der Rallyesport“, so Philipp.

Wie es der Zufall will, entpuppte sich der vermeintliche Stein, der den Reifenschaden auf der SP5 verursacht hatte, als richtiggehender „Lietz-Stolperstein“. Denn auch der Cousin von Philipp, Peter Lietz, der einen topvorbereiteten Mazda 323 GTR an den Start gebracht hatte, musste ebenfalls an der gleichen Stelle einen Reifenschaden beklagen.

Die nächste Veranstaltung am Terminkalender von Lietz/Steinber ist das traditionelle Finale der österreichischen Meisterschaft, die Waldviertel-Rallye am 29./30.10 im Raum Horn.

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Herbst-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“