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Rallye-WM: Frankreich

Starke Performance

Das neue Mini-Werksteam darf mit Stolz auf die Frankreich-Rallye zurückblicken – Dani Sordo lag sogar in Führung, am Ende wird es der tolle zweite Platz.

Foto: Mini

Platz zwei beim erst vierten Auftritt in der FIA World Rally Championship 2011: Das Mini WRC Team kann auf eine überaus erfolgreiche Rallye Frankreich zurückblicken.

Dani Sordo (ES) und Carlos del Barrio (ES) kämpften im Mini John Cooper Works WRC mit der Startnummer 37 bis zum Schluss um den Sieg und mussten sich Citroën-Pilot Sébastien Ogier (FR) bei der Zieldurchfahrt in Straßburg (FR) lediglich um 6,3 Sekunden geschlagen geben.

Über die kompletten 340 Wertungskilometer gab Sordo alles, um wie schon nach dem ersten Tag auch im Ziel an der Spitze zu liegen. Mit einem Rückstand von 9,5 Sekunden auf den führenden Citroën startete der 28-Jährige in den Schlusstag und versuchte, sich auf den verbleibenden sechs Prüfungen wieder näher an Ogier heranzuarbeiten. Die Reifenwahl spielte dabei eine wichtige Rolle. Es erwies sich für Sordo als richtige Wahl, auf die weichen Michelins gesetzt zu haben.

Auf dem ersten Teilstück des Tages (WP18) verkürzte er den Rückstand um 3,1 auf 6,4 Sekunden. Dieser Trend setzte sich auch auf der 19. Prüfung fort, auf der Sordo die schnellste Zeit aller Piloten gelang. So schrumpfte der Vorsprung von Ogier auf 4,9 Sekunden. Im Verlauf der 20. Wertungsprüfung zeigte sich erneut, wie nah beieinander die Siegesanwärter bei dieser Rallye unterwegs waren: Beide kamen mit der identischen Zeit ins Ziel.

Bei der Wiederholung der ersten Prüfung des Tages konnte sich Ogier um elf Sekunden steigern und vergrößerte den Vorsprung wieder um eine Sekunde.

ach der vorletzten Wertungsprüfung lag der Abstand bei 6,7 Sekunden, ehe Sordo auf der „Power Stage“ noch einmal mit der zweitschnellsten Zeit hinter Jari-Matti Latvala (FI) einen Glanzpunkt setzte.

Nach ihrem Unfall am Samstag konnten Kris Meeke (GB) und Paul Nagle (IR) mit dem Mini John Cooper Works WRC mit der Nummer 52 heute nicht mehr starten.

David Richards (Teamchef): „Es wäre einfach gewesen, uns nach dem gestrigen Tag mit dem zweiten Platz zufrieden zu geben. Aber das ist nicht unsere Art. Ich bin sehr stolz auf Dani, dass er bis zum Schluss um den Sieg kämpfen konnte. Deshalb haben wir nach diesem zweiten Platz allen Grund zum Feiern. Das ganze Team hat sich ein Sonderlob verdient, vor allem natürlich Dani Sordo. Er hat dem Druck von Sébastien Ogier über die gesamte Rallye standgehalten. Bei seinem Heimspiel in Spanien ist von ihm mit Sicherheit erneut Großes zu erwarten.“

Dave Wilcock (Technischer Direktor): „Platz zwei ist für den Mini John Cooper Works WRC ein absolut unfassbares Ergebnis. Dass wir nur 6,3 Sekunden hinter Sébastien Ogier liegen, beweist eindeutig, welch gute Pace wir hier gehen konnten. Nach nur vier Rallyes auf dieser Position ins Ziel zu kommen, macht uns alle sehr glücklich. Das Team hat tolle Arbeit geleistet, das gilt vor allem für die Crew. Dani konnte erneut eine fehlerlose Rallye hinlegen."

"Es gab keine Reifenschäden, die Michelin-Reifen haben an allen drei Tagen perfekt funktioniert, und wir hatten keinerlei Probleme mit dem Verschleiß. Am Vormittag haben wir angesichts der feuchten Bedingungen und des kurzen Schotterabschnitts auf der zwei Mal zu fahrenden ersten Prüfung die taktische Entscheidung getroffen, auf die weiche Reifenmischung zu setzen."

"Das war eindeutig die richtige Wahl. Auf der ‚Power Stage‘ zwei Punkte zu gewinnen und vor Ogier ins Ziel zu kommen, war fantastisch für Mini. Jetzt gehen wir mit breiter Brust in Danis Heimrallye in Spanien. Uns erwartet eine Menge Arbeit. Aber wir werden alles daran setzen, die hier gezeigte Performance zu wiederholen und auf dem Treppchen vielleicht sogar noch eine Stufe weiter oben zu landen.“

Dani Sordo: „Wie man sich vorstellen kann, bin ich rundum mit diesem zweiten Platz zufrieden. Es ist ein unglaubliches Ergebnis für das Team. Mein Dank geht an das Team, aber auch an Carlos, der die gesamte Rallye über toll gearbeitet hat. Niemand hat solch ein Resultat erwartet. Aber wir haben wirklich um den Sieg gekämpft, und am Ende fehlten uns nur 6,3 Sekunden auf Sébastien Ogier."

"Wenn man auf den Wertungsprüfungen so gute Zeiten fahren kann wie wir hier in Frankreich, dann macht das riesigen Spaß. Vor unserem ersten Start hätten wir uns nicht träumen lassen, dass wir so schnell so stark sein würden. Es ist klasse, mit solch einem Ergebnis im Rücken meine Heimrallye in Spanien in Angriff zu nehmen. Das Auto war hier richtig gut abgestimmt. Und ich bin zuversichtlich, dass das auch in meiner Heimat so sein wird.“

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