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ERC: Lettland-Rallye 2013

Ketomaa sichert sich den Sieg

Jari Ketomaa gewinnt die Lettland-Rallye vor Craig Breen und Francois Delecour. In der 2WD siegt Immonen vor Lefebvre und Sirmacis, Danzinger mit Defekt out.

Michael Noir Trawniczek

Die beiden die Lettland-Rallye beherrschenden Piloten wollten auf den letzten drei Sonderprüfungen keine Risiken mehr eingehen – und so konnte am Ende auch Jan Cerny im Skoda Fabia S2000 eine Bestzeit gutschreiben lassen.

Jari Ketomaa zeigte sich nach dem Sieg im Ford Fiesta RRC naturgemäß erfreut: „Ich bin sehr glücklich mit dieser Rallye und mit unserer Performance.“ Craig Breen wiederum hat offenbar gar nicht damit gerechnet, dass er Ketomaa schlagen könnte – schließlich verfügt der 1,6 Liter-Turbomotor des Fiesta RRC über mehr Drehmoment. Breen sagte: „Wir haben mit dem zweiten Platz das Soll exakt erreicht – ja, wir konnten sogar eine Zeit lang um den Sieg mitkämpfen. Unsere Pace war fantastisch.“

Bravourös war die Vorstellung des Russen Alexey Lukyanuk im Mitsubishi Lancer Evo X, er war im Grunde der große Held dieser Rallye - er wurde hernach auch mit der "Colin McRae ERC Flat Out Trophy" geehrt.

Am Samstag schnappte er sich frech den dritten Platz von Francois Delecour – freilich litt der Franzose an einer zu kurzen Getriebeübersetzung an seinem Peugeot 207 S2000. Am Sonntagvormittag, auf der zweiten Prüfung, litt Delecour weniger an der Übersetzung und eroberte Platz drei zurück. Doch Lukyanuk gab nicht auf: Auf der ersten Prüfung des Sonntagnachmittags konnte er Delecour 9,6 Sekunden abknöpfen und lag nur noch 1,7 Sekunden hinter ihm.

Doch auf der vorletzten Sonderprüfung (SP 14) musste der enttäuschte Russe den Evo X mit Motorschaden abstellen – so beendete Francois Delecour die Lettland-Rallye auf einem ungefährdeten dritten Platz. Dabei befürchtete Delecour nach seiner Fahrt auf SP 14: „Ich glaube, wir haben das Podium verpasst, die Prüfung war zu trocken. Aber auch Platz vier gibt Punkte.“ Auf der letzten SP hatte Delecour zudem Glück: „Wir sind irgendwo angeschlagen, ich habe zu viel gepuscht.“

Jan Cerny (Skoda Fabia S2000) beendete die Rallye auf Platz vier – am Ende fehlten ihm nur noch 15,9 Sekunden auf den drittplatzierten Delecour. Platz fünf belegte Lokalmatador Raimonds Kisiels im Mini RRC, gefolgt von den Mitsubishi-Piloten Vytautas Svedas, Aivis Egle, Raul Jeets und Jaroslav Orsak und Vitaly Pushkar.

In der 2WD ließ Risto Immonen im Citroen C2 R2 nichts mehr anbrennen, nachdem sich am Werks-Peugeot 208 R2 von Stephane Lefebvre Schaltprobleme einstellten. Lefebvre konnte immerhin Platz zwei retten, Lokalmatador Ralfs Sirmacis belegte Rang drei.

Auf diesem dritten Platz wären wohl Hannes Danzinger und Kathi Wüstenhagen gelandet – doch die beiden mussten am Sonntagmorgen den Schlager Renault Clio R3 abstellen, nachdem ein Wasserschlauch im Motorraum geplatz ist - siehe den "Bericht Danzinger" in der Navigation rechts oben.

Danzinger bleibt dennoch Tabellenleader der ERC 2WD - den kompletten Stand finden Sie unter "Ergebnis & ERC-Stand" in der Navigation rechts oben.

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