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WRC: Argentinien-Rallye

Der Superseb heißt immer noch Loeb

Sebastian Loeb meldete sich mit einem klaren Sieg zurück und gewinnt das Duell der Giganten gegen Ogier. Novikov/Minor auf Platz vier.

Weltmeister Sebastien Loeb (Citroen) hat sich eindrucksvoll aus dem Teilruhestand in der Rallye-Weltmeisterschaft zurückgemeldet und demonstriert, dass ihn eine rund dreimonatige Rallye-Pause nicht langsamer gemacht hat. Der Franzose fuhr am Schlusstag den Sieg souverän nach Hause und siegte zum achten Mal bei der Rallye Argentinien. Nach 14 Wertungsprüfungen hatte der 39-Jährige einen Vorsprung von 55 Sekunden auf Sebastien Ogier (Volkswagen), der mit Position zwei seine Führung in der WM-Wertung ausbaute.

Für Loeb war es beim dritten Start in dieser Saison der zweite Sieg. "Es ist ein sehr emotionaler Moment, hier noch einmal zu gewinnen", sagt der Franzose gegenüber 'WRC live'. "Es war eine sehr harte Rallye, aber die Unterstützung der Fans zu spüren, war fantastisch. Es hat am Anfang einige Zeit gedauert, bis das Gefühl dafür, wie das Auto funktioniert zurückkehrte, aber dann lief es immer besser." Da Loeb nur noch bei der Rallye Frankreich an den Start gehen wird, war der Triumph in Argentinien der letzte Sieg bei einer Schotter-Rallye in der Karriere des neunmaligen Weltmeisters.

Die Vorentscheidung über den Sieg war am Freitag auf der siebten Wertungsprüfung (WP) gefallen. Wegen eines Defekt der Handbremse war Ogier nach einem Fahrfehler von der Strecke gerutscht und hatte dabei über 40 Sekunden verloren. Im Anschluss konzentrierte sich der Franzose darauf, seinen Polo R WRC ins Ziel zu bringen und wichtige Punkte im Kampf um die Weltmeisterschaft zu sammeln, wo er seinen Vorsprung vor Mikko Hirvonen (Citroen) ausbaute. "Es war ein gutes Wochenende, obwohl wir viele Probleme hatten", sagt Ogier. "Es gilt noch immer das, was wir am Beginn der Saison gesagt haben: Wir müssen noch viel lernen. Ein großer Dank ans Team, das hier fantastisch gearbeitet hat."

Als dritter Fahrer steht Jari-Matti Latvala (Volkswagen) auf dem Podium. Der Finne fuhr einen perfekten Schlusstag, bei dem er bei allen vier WP die Bestzeit fuhr. Darunter auch bei der letzten WP "El Condor", die Power Stage der Rallye Argentinien war. Damit sicherte der Finne nicht nur den dritten Gesamtrang ab, sondern gewann auch drei Zusatzpunkte. Zwei Zähler gehen an seinen Teamkollegen Ogier, der 1,4 Sekunden langsamer als der Finne war. Den letzten Zusatzpunkt sicherte sich Hirvonen (+ 2,5 Sekunden).

Auf dem undankbaren vierten Gesamtrang landete Evgeni Novikov mit seiner österreichischen Beifahrerin Ilka Minor (Ford), der am Schlusstag dem Angriff von Latvala nichts mehr entgegensetzen konnte. Auf der Power Stage verlor der Russe nach einem Fahrfehler weitere Sekunden, womit der Kampf um das Podium entschieden war. Eine starke Leistung zeigte sein Teamkollege Thierry Neuville, der auf einen guten fünften Platz fuhr. Angesichts des Vorsprungs von über zwei Minuten spielten auch die Handlingsprobleme, über die der Belgier am Schlusstag klagte, keine Rolle mehr.

Mit Platz sechs musste Hirvonen im Kampf um die Weltmeisterschaft einen Rückschlag einstecken. Der Finne war bis zum Freitagnachmittag das Tempo seines Teamkollegen Loeb mitgegangen, doch dann warf ihn zunächst ein Reifenschaden und anschließend ein Elektronikdefekt weit zurück. Auch Mads Östberg (Ford) wurde nach einem Aufhängungsschaden am Donnerstag nicht für seine starke Leistung belohnt und beendete die Rallye auf Position sieben.

Achter wurde Volkswagen-Pilot Andreas Mikkelsen. Der Norweger fuhr damit bei seiner zweiten Rallye im WRC-Auto zum zweiten Mal in die Punkteränge. Nach einem Aufhängungsbruch am Freitagnachmittag war Mikkelsen unter Rallye2-Regel wieder an den Start gegangen und konnte sich am Schlusstag noch um zwei Plätze verbessern. "Ich bin so schnell gefahren wie ich konnte, aber ich fahre hier zum ersten Mal auf dieser WP, daher gibt es noch Luft nach oben", sagt der Volkswagen-Pilot nach der Powerstage, die er als Fünfter beendet. "Das Wochenende war gut, ich bin mit meiner Leistung zufrieden", so sein Fazit.

Dani Sordo (Citroen) und Martin Prokop (Ford) komplettieren die Top 10. Den Sieg in der WRC2 sicherte sich souverän Abdulaziz Al-Kuwari (Ford). Der Katarer hatte im Ziel fast 13 Minuten Vorsprung vor Nicolas Fuchs (Mitsubishi) und Marcos Ligato (Subaru). Armin Kremer (Subaru), der zwischenzeitlich auf Position drei der WRC2 gelegen hatte, schied am Schlusstag der Rallye vor Beginn der vorletzten WP aus. Als nächster WM-Lauf steht vom 31. Mai bis 2. Juni 2013 mit der Rallye Griechenland eine weitere Schotter-Rallye auf dem Programm.

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