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ARC: Kärnten-Rallye

„Ein Kampf mit dem Hermann Gassner wäre schön gewesen“

Hermann Neubauer ist erfreut über den Sieg bei der Jacques Lemans-Rallye, er konnte einige Routiniers hinter sich lassen .

Foto: Daniel Fessl

Es ist eine gelungene Revanche an der „Jacques Lemans Kärnten Rallye“: Im Vorjahr wurde Hermann Neubauer bei diesem sommerlichen Rallye-Event rund um St. Veit an der Glan schon auf der allerersten Sonderprüfung schuldlos vom Technik-Teufel eingebremst. In diesem Jahr konnte er unter Beweis stellen, dass er nicht grundlos mit einem Suzuki Swift S1600 in der 2WD-Wertung der Rallye-Europameisterschaft unterwegs ist und dabei als eine der Nachwuchshoffnungen des österreichischen Rallyesports gilt.

Mit seinem Vorjahres-Fahrzeug, einem Subaru Impreza WRX STi R4, konnte der junge Salzburger vom ersten SP-Kilometer an das Tempo vorgeben und dabei Routiniers wie Alfred Kramer (der die Jacques Lemans Kärnten Rallye schon drei Mal gesamt gewinnen konnte) oder Talente wie Hermann Gaßner (der bereits längere Zeit in der Rallye-WM gefahren ist) klar auf Distanz halten – mit sechs von sieben möglichen Sonderprüfungsbestzeiten (eine SP wurde abgebrochen und nicht gewertet)!

Dabei war Hermann Neubauer mit einer „Ersatz-Co-Pilotin“ unterwegs, allerdings mit einer sehr erfahrenen: Barbara Watzl nahm am „heißen Sitz“ Platz, da Stamm-Beifahrer Bernhard Ettel für den Paralympioniken Reini Sampl bei dessen Rallye-Debüt die Ansage übernahm. Dieser Wechsel klappte problemlos, dennoch war das Subaru-Duo nicht ohne Schwierigkeiten unterwegs: „Ich hab’ mich auf der ominösen ersten SP gleich nach vier Kilometern gedreht und dabei sicher 15 Sekunden verloren, weil ich zwei Mal reversieren musste. Und auf der zweiten und der dritten SP hatte ich jeweils einen schleichenden Patschen, ohne irgendwas getroffen zu haben, das hat erneut Zeit gekostet.“

Dass es am Ende dennoch ein völlig ungefährdeter Sieg wurde, freute Neubauer dann umso mehr: „Ein Kampf mit dem Hermann (Gaßner, Anm.) wäre schön gewesen. Andererseits macht es mich natürlich schon ein bisschen stolz, jemanden mit so viel WM-Erfahrung klar zu schlagen. Zumal wir echt mit einem „Sparpaket“ unterwegs waren, wir hatten zum Beispiel bis auf einen Satz neue Reifen nur gebrauchte aus dem Vorjahr mit. Insofern ist es eine große Genugtuung, nach dem letzjährigen Pech dieses Mal der klar Schnellste zu sein“, so Hermann Neubauer, der zum Abschluss noch anmerkt: „Erstens ein großes Dankeschön meiner „Aushilfs-Co-Pilotin“, die Babs hat einen perfekten Job gemacht. Und zweitens herzliche Gratulation an den Veranstalter, der eine sensationelle Rallye auf die Beine gestellt hat. Solche Sonderprüfungen wie Bergwerksgraben oder Urtlgraben muss man in Österreich lange suchen – eine absolut geile Veranstaltung!“

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