RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Mexiko-Rallye

Lediglich 29 Nennungen

Die Rallye-Weltmeisterschaft geht in die dritte Runde. Mensch und Material werden bei der Mexiko-Rallye enormen Belastungen ausgesetzt.

Mexiko gab 2004 ein langersehntes Debüt in der Rallye-Weltmeisterschaft und ist schnell ein fixer und populärer Bestandteil der Serie geworden. Absolviert werden eine Reihe gut organisierter Hochgeschwindigkeitsprüfungen auf Schotter, die durch die Sierra de Lobos und die Sierra de Guanajuato sowie die Ebenen um die Städte Guanajuato und Leon führen.

Besonders spektakulär sind die Sonderprüfungen über die Bergpässe, wo die Wagen auf die Gipfel klettern, denn in weite, flache Täler absteigen, um wieder auf den nächsten Gipfel zu klettern. In den großen Höhen bekommen allerdings die Motoren oft Probleme mit der dünnen Luft und verlieren Leistung. Die Straßenbeläge sind trocken und sandig, aber immer wieder liegen Steine auf der Fahrbahn, weswegen die Fahrer die Geschwindigkeit gut dosieren müssen.

Insgesamt legen die Piloten beim dritten Saisonlauf 23 Sonderprüfungen über 401 Kilometer zurück. Die spektakulärste Auftakt-Prüfung der Saison wartet am Donnerstagabend in Guanajuato auf die Teilnehmer. Der ehemalige Silberminenort zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist mit den zu Straßen umgebauten Bergwerksschächten Schauplatz einer der atemberaubendsten SPs im Rallye-WM-Kalender - der "Guanajuato-Street-Stage".

Fast 80.000 Zuschauer drängen sich in den Straßen und auf Hausdächern und feiern die vorbeidriftenden Rallye-Piloten mit einem Blitzlichtgewitter wie Popstars. Nicht zu verwechseln übrigens mit der 54,85 Kilometer langen Prüfung "Guanajuatito", die eine der längsten und schwierigsten SPs der Rallye-WM ist und neben der Powerstage den Höhepunkt am Sonntag bildet.

Neben anderen Sonderprüfungen mit klangvollen Namen - wie etwa die "El Chocolate" - erwartet die Teilnehmer am Sonntag ein weiteres Highlight der "Mexiko": Auf der 20. SP "Derramadero" steht der beliebteste Zuschauerpunkt der Fans auf dem Programm. Ultraschnelle Serpentinen, eine Abfahrt um rund 200 Höhenmeter innerhalb von gerade einmal 2,5 Kilometern sowie die Sprungkuppe "El Brinco" mit spektakulären Flugeinlagen der World-Rally-Cars sind die exquisiten Zutaten dieser Sonderprüfung.

Eine der großen technologischen Herausforderungen bei der Rallye Mexiko ist die Anpassung der Motoren an Höhen rund um die 3.000-Meter-Marke. Wenn die Luft zum Atmen dünner wird, verlieren die 1,6-Liter-Turbokraftwerke zwischen 28 und 30 Prozent an Leistung.

Trotz der immensen Zuschauermassen finden sich auf der Nennliste der Mexiko-Rallye lediglich 29 Starter. Ein Teilnehmerfeld, das einem WM-Lauf unwürdig erscheint. Führt man sich die enorm hohen Transportkosten über den Atlantik vor Augen, ist die „Mexiko“ ein wirklich teurer Spaß, den sich nur wenige leisten können.

In den letzten Jahren drückte Sebastien Loeb der Mexiko-Rallye seinen Stempel auf. Gleich sechs Siege en suite konnte der Rekord-Weltmeister dort feiern. Der große (und alleinige) Favorit dieses Jahres heißt natürlich Sebastien Ogier. Er konnte die letzte Ausgabe der Rallye gewinnen und wird auch heuer ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Hinter Ogier wird es schwieriger Prognosen abzugeben.

Jari Matti Latvala könnte nach vorne stürmen, Andreas Mikkelsen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, da er sicherlich beweisen will, dass sein Podiumsplatz bei der Schweden-Rallye kein One-Hit-Wonder war. Wie üblich werden sich die M-Sport-Ford-Teams ein Duell mit den Citroen-Piloten liefern und Neueinsteiger Hyundai will mit den beiden Werks-i20 endlich ohne Zuhilfenahme des Rally2-Reglements das Ziel erreichen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Mexiko-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

Unser Kolumnist, ORF-Legende Peter Klein, war zu Besuch bei einem großen Künstler, der weit über den Motorsport hinaus geschätzt und geliebt wird...

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben