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Rallye-WM: Interview

Kubica will wieder auf die Rundstrecke

Der Pole sieht sich nach drei Jahren in der Rallyeszene nach einer neuen Herausforderung um: Zieht es ihn wieder auf die Rundstrecke?

In der Saison 2013 der Rallye-WM errang Robert Kubica am Steuer eines Citroën DS3 R5 den Titel in der WRC2-Wertung. Anschließend sattelte der Ex-Formel-1-Pilot aus Polen auf einen Ford Fiesta WRC um und geht seither in der Topklasse der Rallyesports an den Start. Die Ergebnisse entsprechen jedoch nicht den Erwartungen, die Kubica vor knapp zwei Jahren hatte. Das bislang beste Resultat, das er mit dem Fiesta einfahren konnte, sind zwei achte Plätze (Sardinien 2014, Polen 2015); außerdem hat er ein Drittel seiner Rallyes seit 2014 nicht beendet.

So sieht sich Kubica für die Zukunft nach einer neuen Herausforderung um, schließt aber nicht aus, auch künftig weitere Rallyes zu bestreiten. "Ich weiß noch nicht genau, was ich tun werde", antwortete Kubica am Rande der an diesem Wochenende über die Bühne gehenden Katalonien-Rallye auf die Frage nach seinen Plänen für 2016. Einen Hinweis gibt der Pole aber: "Wenn ich die komplette WRC-Saison fahren würde, wäre das eine Überraschung. Ich habe etwas anderes im Sinn. Ob ich überhaupt noch WRC fahren werde, weiß ich noch nicht. Es wird mit Sicherheit eine Veränderung geben."

"Als ich vor drei Jahren nach der Pause infolge meines Unfalls zurückgekommen bin, habe ich nach einer neuen Herausforderung gesucht", erinnert sich Kubica an seinen Einstieg in die Rallye-WM, der gut zwei Jahre nach seinem schweren Unfall bei der Ronde di Andora, einer nationalen Rallye in Italien, stattfand. Nach drei Jahren kommt der 30jährige nun zum Schluss: "Der Rallyesport war eine große Herausforderung. Im nächsten Jahr ist es Zeit, etwas anderes zu tun. Vielleicht bleiben Rallyes aber weiterhin Bestandteil."

Wo genau es Kubica 2016 hinziehen wird, ist noch offen. Eine Rückkehr auf die Rundstrecke ist nicht ausgeschlossen. Vor zwei Jahren absolvierte der ehemalige Formel-1-Pilot DTM-Testfahrten für Mercedes. Diese Marke steht einem möglichen Einstieg des Polen alles andere als abgeneigt gegenüber. Zudem wird Kubica auch Interesse an einem Einstieg in die Tourenwagen-WM nachgesagt.

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