RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: News

Hyundai präsentierte neuen i20 WRC

Hyundai hat im deutschen Alzenau erstmals das neue Auto für die Rallye-WM 2016 gezeigt; erneut ist eine Fahrerrotation geplant.

Fotos: Werk

Hyundai hat am Mittwoch im deutschen Alzenau die neue Generation des i20 WRC präsentiert. In der Rallye-WM 2016 werden drei Boliden bei allen 14 Läufen zum Einsatz kommen. Im Unterschied zu den anderen World Rally Cars ist der i20 WRC ein Fünftürer. In den vergangenen Monaten wurden insgesamt rund 8.000 Testkilometer absolviert. Der neue Bolide soll schneller und zuverlässiger als sein Vorgänger sein.

Außerdem hat Hyundai sein neues R5-Projekt vorgestellt. Diese Version wird ihr erstes Rollout in den kommenden Wochen absolvieren. In der ersten Jahreshälfte 2016 ist dann ein umfassendes Testprogramm vorgesehen, für die Mitte der Saison ist die Homologation geplant. Ab der zweiten Jahreshälfte kann der Hyundai R5 von Kunden bestellt werden.

"Wir starten in eine aufregende Phase unseres jungen Teams", sagte Hyundai-Motorsportchef Michel Nandan anlässlich der Präsentation. "Das wird unser Engagement und unsere Ambitionen in der Rallye-WM verstärken. Seit der Gründung der Motorsportabteilung war es ein langer Weg. Unsere Performance in der abgelaufenen Saison war Anlass für Optimismus. Der neue i20 WRC ist das Produkt einer einjährigen Entwicklung. Wir sollten nun unsere Zielsetzung erhöhen und öfters an der Spitze mitkämpfen."

Mit Thierry Neuville, Hayden Paddon und Dani Sordo bleiben die bekannten Fahrer an Bord. Neu ist allerdings, dass sich dieses Trio in den beiden für die Marken-WM eingeschriebenen Autos und dem dort nicht punkteberechtigen dritten Wagen abwechseln werden. Das gibt dem Team die Flexibilität, bei jeder Rallye die beiden besten Fahrer in den Werksautos zu platzieren. Bei der Rallye Monte-Carlo kommen zwei neue i20 WRC sowie ein altes Modell zum Einsatz; den 2015er-Boliden wird Paddon fahren. Erst ab Schweden werden dann drei neue Autos an den Start gebracht.

"Wir arbeiten mit Dani, Hayden und Thierry nun seit zwei Jahren. Für uns ist es ein großer Vorteil, mit ihnen in der neuen Saison weiterzumachen", setzt Nandan fort. "Sie haben bereits Erfahrungen mit dem neuen Auto gesammelt und sich positiv darüber geäußert. Wir haben sehr starke Fahrer, die über reichhaltige Erfahrung verfügen. Deshalb wollen wir die Fahreraufstellung nicht festlegen, sondern die beste Lösung für jede Rallye finden, um unsere Chancen in der Weltmeisterschaft zu maximieren."

"Alle drei Fahrer werden alle Rallyes bestreiten, inklusive China. Sie werden in der Fahrer-WM die gleichen Chancen haben. Wir glauben, dass das die beste Herangehensweise für unsere dritte Saison ist. Ich bin überzeugt, dass wir die vielseitigste Fahrerpaarung haben und wollen das zu unserem Vorteil nutzen", erklärt Nandan die Rotation. Kevin Abbring behält ebenfalls seine Rolle als Testfahrer und wird bei ausgewählten Rallyes in einem vierten Auto starten. Seine Hauptaufgabe wird aber auf der Entwicklung des R5-Boliden und des neuen World Rally Cars für 2017 liegen.

Technische Daten des Hyundai i20 WRC

Benzin-Turbomotor
Direkteinspritzung
Vier Zylinder
Hubraum: 1.600 cm³
Bohrung/Hub: 83/73,8 mm
Leistung: 300 PS (224 kW) bei 6.000 U/min
Maximales Drehmoment: 400 Nm bei 5.0000 U/min
Luftmengenbegrenzer: 33 mm

Vierradantrieb
Sequentielles Getriebe
Sechs Gänge vorwärts, ein Rückwärtsgang
Wippenschaltung
Differenzial: vorne und hinten mechanisch
Kupplung: Sinterbeläge, zwei Scheiben

Aufhängung vorne/hinten:
Druckstreben mit verstellbaren Dämpfern
Hydraulisches Lenkgestänge
Belüftete Scheibenbremsen
35,5 cm Asphalt, 30 cm Schotter
Hydraulische Handbremse
Räder: 8x18 Zoll Asphalt, 7x15 Zoll Schotter

Chassis aus verstärktem Stahl und
Verbundfaser mit verschweißtem Überrollkäfig
Länge/Breite: 4,035/1,82 Meter
Radstand: 2,57 Meter
Tankkapazität: 80 Liter
1.200 kg Mindestgewicht,
1.360 kg mit Fahrer/Beifahrer

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: News

- special features -

Weitere Artikel:

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.