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WRC: Argentinien-Rallye

Unfall von Paddon überschattet Rallye

Ein Unfall bei dem Zuschauer verletzt werden überschattet den zweiten Tag der Argentinien-Rallye. Meeke baut ndes die Führung weiter aus.

Der zweite Tag der Rallye Argentinien, dem vierten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft 2015, wurde von einem schweren Unfall überschattet. Bei der neunten Sonderprüfung war Hyundai-Pilot Hayden Paddon von der Strecke abgekommen und hatte dabei einige Zuschauer erfasst. Die Prüfung wurde daraufhin abgebrochen.

Paddon war kurz nach dem Start der Sonderprüfung "Capilla del Monte-San Marcos" verunfallt. Ein Zuschauervideo zeigt, wie der Hyundai des Neuseeländers nach dem Sprung über eine Kuppe Schräglage bekommt und von der Strecke abkommt. "In den Unfall waren auch Zuschauer verwickelt, die unmittelbar von den Rettungskräften versorgt wurden. Da dazu auch Krankenwagen des Rennens eingesetzt werden mussten, entschieden die Organisatoren, die neunte SP abzubrechen", heißt es in einer Mitteilung der Organisatoren.

Ein Behördensprecher erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, sechs Zuschauer seien bei dem Unfall verletzt worden. Weitere Informationen, auch zum Zustand der Verletzten, lagen zunächst nicht vor. Paddon und Beifahrer John Kennard überstanden den Unfall unverletzt. Durch die Absage der neunten Sonderprüfungen wurden am Samstag nur drei Sonderprüfungen gewertet.

Meeke klar in Front

Dabei verteidigte Kris Meeke (Citroen) die Spitze und geht als Führender in den Schlusstag der Rallye. Nachdem der Nordire am Vormittag zunächst einiges seines Vorsprungs auf Teamkollege Mads Östberg eingebüßt hatte, nahm er dem Norweger bei der letzten der vier Sonderprüfungen des Samstags wieder sechs Sekunden ab - trotz eines Problems nach einer Wasserdurchfahrt: "Ein Sensor hat Alarm geschlagen, daher musste ich den Motor ausschalten und wieder neu starten", berichtet Meeke von dieser Schrecksekunde.

Mit einem beruhigenden Vorsprung von 38,5 Sekunden geht Meeke nun in den Schlusstag der Rallye, an dem nur noch zwei Sonderprüfungen auf dem Programm stehen. "Ich bin recht zufrieden, jetzt liegen noch 32 Kilometer vor mir", sagt Meeke. Auf diesen genau genommen 32,64 Kilometer kann Östberg, der unter einer Grippe leidet, den Rückstand auf Meeke aus eigener Kraft kaum noch zufahren.

Vielmehr muss sich Östberg nach hinten orientieren, denn 25,1 Sekunden hinter ihm lauert Jari-Matti Latvala (Volkswagen), der Platz zwei noch nicht ganz abgeschrieben hat. "Man kann nie wissen, ich glaube aber, dass der Rückstand zu groß ist, um ihn fahrerisch aufzuholen. Das Podium ist das Ziel, und natürlich wäre es besser, wenn ich Zweiter wäre", sagt er.

Zwei Mal "El Condor" am Sonntag

Bis zur zehnten Sonderprüfung musste Latvala allerdings vielmehr Rang drei gegen den heranstürmenden Dani Sordo (Hyundai) verteidigen, der jedoch bei der letzten Sonderprüfung des Tages ausschied und somit auf Platz acht zurückfiel. Den vierten Platz erbete Elfyn Evans (Ford), Thierry Neuville im besten Hyundai ist Fünfter.

Am Schlusstag der Rallye Argentinien stehen zwei Sonderprüfungen auf dem Programm. Zwei Mal muss die legendäre "El Condor" gefahren werden. Die zweite Durchfahrt der 16,32 Kilometer langen Prüfung ist die Powerstage der Rallye Argentinien, bei der die schnellsten drei Fahrer Zusatzpunkte erhalten. Start der elften Prüfung ist um 15:08 Uhr MESZ.

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