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Rallye-WM: News

China 2017 nicht mehr im WM-Kalender?

Die Rallye-WM wird voraussichtlich auch in der Saison 2017 einen Bogen um China machen, die Hersteller sind davon wenig begeistert.

Sie bleibt ein Phantom: Die China-Rallye wird in der Saison 2017 vermutlich nicht einmal vorläufig als Rallye-WM-Lauf im Kalender stehen. Die erste WM-Rallye in China nach 17 Jahren hätte in diesem September über die Bühne gehen sollen, wurde aber – offiziell wegen heftiger Regenfälle – abgesagt. An dieser Begründung gab es berechtigte Zweifel, die nun durch neue Entwicklungen zusätzliche Nahrung erhalten.

Eine wahrscheinlichere Erklärung ist, dass die Region Huairou völlig ungeeignet für einen WM-Lauf ist. Eine von Autosport zitierte, wenngleich anonyme Quelle ist die für heuer geplante Rallyeroute trotz der Regenfälle abgefahren und berichtete: "Auf der gesamte Route gab es vielleicht zwei Stellen, die ein Problem verursacht hätten – und eine davon hätte leicht in Ordnung gebracht werden können."

Kein Grund also, gleich eine komplette WM-Rallye abzusagen: "Diese Rallye hätte auf diesen Straßen so gefahren werden können, wie sie sind, das steht außer Zweifel. Die eigentliche Frage, die man sich hier stellen muss, ist, ob diese Region die Rallye überhaupt will und in der Lage ist, einen Weltmeisterschaftslauf auszurichten; andere Gegenden in China sind das gewiss", so die Quelle weiter.

Mit einer erneuten Absage würde der Druck auf die Rallye-WM und die FIA weiter steigen. Die Hersteller wollen auf jeden Fall im "Reich der Mitte" fahren, weil dieses einer der wichtigsten Automärkte der Welt geworden ist, aber auch nicht um jeden Preis. "Es dürfte sehr schwierig sein, eine Rallye in China zu veranstalten", sagt Citroën-Teamchef Matton. "Wir haben Interesse daran, dort eine Rallye zu fahren, aber sie sollte dann auch im Kalender bleiben und keine einmalige Sache sein."

Genau das war einst 1999 geschehen, als die China-Rallye zum ersten Mal in den WM-Kalender aufgenommen wurde. Diese fand in der Region Guangdong statt und wurde bei heftigem Regen von Didier Auriol im Werks-Toyota gewonnen. Im folgenden Jahr flog sie dann jedoch aus dem Programm, um Platz für die Zypern-Rallye zu schaffen.

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