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WRC: Sardinien-Rallye

Showdown auf dem Monte Lerno

Fällt die Entscheidung im Italien-Krimi zwischen Spitzenreiter Thierry Neuville und Jari-Matti Latvala beim zweiten Durchgang auf der längsten Sonderprüfung der Rallye?

Foto: Volkswagen

Jari-Matti Latvala (Volkswagen) konnte den Rückstand auf Spitzenreiter Thierry Neuville (Hyundai) am Samstagvormittag von 11,7 auf 2,9 Sekunden verkürzen. "Auch wenn wir keine Bestzeiten gefahren sind, verlief die erste Schleife perfekt für uns. Ich habe endlich den richtigen Rhythmus gefunden", sagt Latvala beim Mittagessen. "Ich bin auf den ersten beiden Prüfungen eine Mischung aus harten und weichen Reifen gefahren. Für Monte Lerno waren dagegen vier harte Reifen optimal."

Die 45 Kilometer lange Königsprüfung der Sardinien-Rallye schob die Spitze noch dichter zusammen. "Hier gibt es einige schnelle Abschnitte mit einer sehr schmalen Piste. Hier brauchst du hohes Vertrauen in dein Auto", erzählt Latvala. Vertrauen, dass Neuville nach eigener Aussage fehlte - er verlor 6,8 Sekunden auf einen Schlag im Vergleich zu Latvala. "Wenn mir das heute Nachmittag beim zweiten Durchgang wieder gelingt, könnte das vorentscheidend sein", blickt der Finne voraus.

Die beiden Volkswagen-Piloten Sebastien Ogier und Andreas Mikkelsen, Erster und Zweiter in der Startreihenfolge, waren die einzigen Spitzenfahrer, die sich auf vier weichen Reifen auf die Königsprüfung trauten. "Das war an der Grenze, die Reifen haben gegen Ende stark abgebaut", gibt Mikkelsen zu. "Aber in unserer Position hatten wir keine andere Wahl. Durch den losen Schotter auf der Oberfläche war die Strecke noch rutschiger als gestern", bestätigt Ogier.

Mikkelsen musste nach "Monte Lerno 1" den vierten Rang an Mads Östberg (Ford) abgeben, der hier eine überlegene Bestzeit fuhr. Der Abstand zwischen den beiden Norwegern beträgt Sekunden. Sebastien Ogier ist weiterhin Dritter, sein Vorsprung vor Östberg ist aber auf 0,3 Sekunden geschmolzen. Der Monte Lerno war seinem Ruf als Schlüsselstelle der Sardinien-Rallye wieder einmal gerecht geworden.

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