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Rallye-WM: News

Mikkelsen will WM-Titel mit Hyundai holen

Den WM-Titel als Ziel und die gute Freundschaft zu Teamkollege Neuville als perfekte Basis: So will Andreas Mikkelsen mit Hyundai an die Spitze der WRC.

Fotos: RedBullContentPool

In den vergangenen zwölf Monaten hatte das Dasein von Andreas Mikkelsen in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) etwas von dem eines Vagabunden. Im November 2016 hatte er noch als Volkswagen-Werksfahrer die Rallye Australien gewonnen, doch nach dem Rückzug des deutschen Herstellers fand der Norweger erst einmal keine feste Beschäftigung. Mit WRC2-Einsätzen für Skoda und drei WRC-Starts für Citroen hielt sich Mikkelsen über Wasser, ehe er Ende September endlich eine feste Heimat fand.

Hyundai verpflichtete ihn bis einschließlich 2019 als Fahrer für die Rallye-Weltmeisterschaft, die Job-Suche hat für Mikkelsen ein Ende. "Ich habe die Klamotten in letzter Zeit ziemlich oft gewechselt. Daher bin ich froh, dass ich nun etwas habe, was ich einige Jahre lang tragen kann", spielt er auf die zahlreichen Teamwechsel an. "Es ist eine große Erleichterung zu wissen, wo ich in den nächsten Jahren fahren werde."

Den ersten Kontakt zu Hyundai hatte Mikkelsen schon im Frühjahr geknüpft, als er den i20 WRC getestet hatte. Doch ein geplanter Rennstart in der WRC hatte sich damals zerschlagen. "Vor Portugal hätte ich fast schon bei Hyundai unterschrieben", verrät Mikkelsen.

Woran ein Hyundai-Start in Portugal scheiterte

"Sie wollten dort vier Autos einsetzen, hatten aber Probleme, das nötige Budget zu bekommen. So verstrich diese Chance", erinnert er sich. "Später haben wir dann wieder miteinander gesprochen, und dann ging nach Deutschland alles recht schnell. Citroen wollte mich auch für das nächste Jahr, aber sie konnten sich nicht so schnell entscheiden wie Hyundai."

Mikkelsen ist sich dabei im Klaren darüber, was das Werksteam des südkoreanischen Herstellers von ihm erwartet. "Als ich vor Jahren bei Volkswagen unterschrieben habe, war ich ein Nachwuchsfahrer, der sich beweisen wollte. Ich denke, das ist mir gelungen. Jetzt habe ich bei Hyundai unterschrieben, um Weltmeister zu werden", unterstreicht er die Zielsetzung.

Helfen soll ihm dabei die Tatsache, dass er mit seinem neuen Teamkollegen Thierry Neuville gut befreundet ist. "Seit wir 2010 und 2011 in der IRC gefahren sind, kämpfen wir gegeneinander und sind ziemlich gleich schnell. Wir sind gute Freunde, wohnen nahe beieinander und kommen gut miteinander aus", so Mikkelsen. "Ich denke das wird uns dabei helfen, das Team für die kommenden Saison noch stärker aufzubauen."

Hyundai konstanter als Citroen

Von seinem neuen Arbeitsgerät, dem Hyundai i20 WRC, konnte sich Mikkelsen bisher nur einen ersten Eindruck verschaffen. "Ich bin zwei Tage auf Asphalt gefahren, einen Tag auf Schotter und dann noch zwei Tage mit einem R5-Auto auf Schotter", sagt der Norweger. Dabei erkannte er aber schon einen Unterschied zum Citroen C3 WRC, den er zuletzt noch in Deutschland gefahren war. "Es ist unter allen Bedingungen und auf jedem Untergrund sehr stabil", sagt Mikkelsen über den Hyundai. "Der Citroen war in manchen Bereichen zwar auch stark, aber dieser ist es unter allen Bedingungen."

Allerdings muss sich der Norweger in Spanien mit einer Abstimmung abfinden, die nicht völlig maßgeschneidert für ihn ist. "Das schwierigste ist, dass ich hier die Differential-Abstimmung von Hayden Paddon übernehmen muss. Sein Fahrstil ist doch ziemlich anders als meiner, daher ist die Abstimmung nicht perfekt."

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