RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Australien-Rallye

Andreas Mikkelsen dominiert den Freitag

Hyundai-Pilot Andreas Mikkelsen drückt dem ersten Tag der Australien-Rallye seinen Stempel auf und geht mit einer klaren Führung in den Samstag.

Foto: RedBullContentPool

Andreas Mikkelsen (Hyundai) war am Freitag bei der Australien-Rallye, dem Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017, der Mann des Tages. Der Norweger fuhr konstant das schnellste Tempo, gewann fünf von acht Sonderprüfungen und fuhr sich so einen klaren Vorsprung heraus. Thierry Neuville (Hyundai) liegt nach dem ersten Tag 20,1 Sekunden hinter seinem Teamkollegen zurück, Kris Meeke (Citroen) ist mit 20,8 Sekunden Rückstand Dritter.

"Ein wirklich schöner Tag, ich habe versucht, meine Startposition auszunutzen", sagt Mikkelsen, der als neunter Fahrer in die Sonderprüfungen startete und so Straßen vorfand, die vom losen Schotter freigefahren wurden. "Wir sind saubere Prüfungen gefahren, haben keine Fehler gemacht und haben einen guten Vorsprung. Morgen werden wir versuchen, unseren Vorsprung zu vergrößern, aber Kris und Thierry werden und bestimmt einen großen Kampf liefern", so der Norweger.

Mikkelsen, der die Australien-Rallye im vergangenen Jahr gewonnen hatte, schien zunächst zu einem Durchmarsch anzusetzen und gewann die ersten vier Sonderprüfungen des Tages, ehe er sich bei SP 5 knapp seinem Teamkollegen Neuville geschlagen geben musste, der zum Abschluss des Freitags auch den zweiten Durchgang der Zuschauerprüfung "Destination NSW" gewann. "Ich bin zufrieden, wir haben getan, was ich konnte. Wir haben alle gegeben und wollen immer noch den Sieg."

Kris Meeke hadert mit kleinem Ausrutscher

Meeke haderte im Ziel ein wenig mit einem Ausrutscher bei der dritten Sonderprüfung, durch den er wertvolle Sekunden verloren hatte. "Das war mein einziger Fehler heute, und da hatte ich Glück im Unglück. Ohne diese zwölf Sekunden wäre ich zwar näher an Andreas dran, aber es ist noch ein langer Weg."

Jari-Matti Latvala (Toyota) ist nach dem ersten Tag Vierter. Der Finne hatte schon bei der ersten Sonderprüfung des Tages die Frontschürze seines Yaris WRC abgerissen, außerdem behinderte ihn ein Wackelkontakt in der Gegensprechanlage, wodurch er nicht alle Ansagen seines Beifahrers verstand.

Starker Fünfter ist bei seinem ersten Start bei der Australien-Rallye Craig Breen (Citroen), gefolgt von Ott Tänak (Ford). Der Este verlor bei seiner Abschiedsvorstellung für M-Sport am Freitag gleich zweimal den Diffusor und musste das Auto in der Folge auf die veränderte Balance.

Getriebeprobleme bremsen Sebastien Ogier ein

Weltmeister Sebastien Ogier (Ford) rangiert nach dem ersten Tag hinter Hayden Paddon (Hyundai) nur Rang acht. "Wir wussten, dass es hier schwierig wird, und die technischen Probleme haben nicht gerade geholfen", sagt der Franzose. Die Wippenschaltung seines Ford Fiesta WRC war am Freitag wiederholt ausgefallen. Stephane Lefebvre (Citroen) und Elfyn Evans (Ford) komplettieren aktuell die Top 10.

Am Samstag stehen bei der Australien-Rallye acht Sonderprüfungen über eine Gesamtdistanz von 140,27 Kilometer auf dem Programm. Gleich zum Auftakt des Tages erwartet die Fahrer dabei mit der 48,89 Kilometer langen "Nambucca17" die Königsprüfung der Australien-Rallye.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Australien-Rallye

Weitere Artikel:

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 3

Tolle Leistung auf brutalem Terrain

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier liegen nach dem dritten Tag der WM-Rallye in Sardinien auf einem fantastischen Top-ten-Platz in der WRC2-Wertung / Morgen letzter Tag der WM-Saison 2026

Die FIA plant eine Änderung beim Turbobegrenzer, damit die neuen WRC27-Autos und Rally2-Kit-Fahrzeuge künftig einen klaren Leistungsvorteil haben

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.

WRC, Sardinien: Kurzvorschau

Das Thriller Finale auf Sardinien

Drei Titelkandidaten beim vorgezogenen Grande Finale. Kevin Raith/Claudia Maier sind nach Absage von Keferböck/Minor die einzigen Österreicher.

ARC Rallye Triestingtal 2027

Gschwandner: „Es wäre angerichtet…“

ARC-Obmann Georg Gschwandner hat in seiner Rolle als Veranstalter der ARC Rallye Triestingtal ein Presse-Statement veröffentlicht. Nach dem großartigen Comeback 2026 kämpft die Rallye ums Überleben…