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ARC: Schneerosen-Rallye

Kogler: Testrallye geglückt - bereit für die ORM2WD!

Michael Kogler schloss den Rollout bei der Schneerosen-Rallye als bester 2WD-Pilot auf Platz sechs ab – der neue, stärkere Citroen DS3 R3max verlangt eine andere Fahrweise, mit der Kogler immer besser zurechtkam. Jetzt freut sich das Team auf den ORM-Auftakt im Rebenland – denn heuer steht die ORM2WD im Vordergrund

Fotos: Unior Racing Team Austria

Nachdem das Kogler-Team in den vergangenen Jahren nationale und internationale Mischprogramme absolviert hat, legen Mastermind Gottfried Kogler und seine Crew heuer den Fokus auf die Österreichische Rallyestaatsmeisterschaft für zweiradgetriebene Fahrzeuge (ORM2WD). Zu diesem Zweck wurde der teameigene Citroen mit dem rund 25 PS stärkeren Motor der Franzosen ausgestattet, die offizielle Bezeichnung des Wagens lautet nun Citroen DS3 R3max.

Die Schneerosen-Rallye war der erste Rollout mit dem neu ausgerüsteten Boliden und diente dem Team daher als Testrallye. Dass der DS3 R3max im Gegensatz zum herkömmlichen R3 ein deutlich aggressiveres Ansprechverhalten an den Tag legt, ist branchenbekannt.

So musste sich Pilot Michael Kogler erst an das ungewohnte Fahrzeug gewöhnen – unter schwierigen Bedingungen, denn die ersten beiden Sonderprüfungen wiesen wegen des feinen Sands schwierige, heimtückische Passagen auf.

Kogler erklärte nach dem ersten Durchgang: „Im Vorjahr war ich mit 13 absolvierten Rallyes quasi durchgehend ‚im Saft‘. Meine letzte Rallye liegt allerdings schon fünf Monate zurück – und gerade dann, wenn man davor so viel im Auto saß, spürt man eine so lange Pause. Und gerade auf den rutschigen Passagen war das aggressivere Verhalten des R3max eine besondere Herausforderung – ich wollte aber nichts riskieren und würde sagen, dass wir mit 80 Prozent unserer üblichen Performance gefahren sind.“

„Wir haben Potential“

Im Laufe des Tages konnte sich Kogler immer mehr mit den neuen Bedingungen anfreunden, Michael und seine Copilotin Jenny Hofstädter konnten insgesamt sechs von neun möglichen 2WD-Bestzeiten in den Asphalt brennen und landeten schließlich als bestes 2WD-Fahrzeug auf Gesamtrang sechs. Kogler zog eine zufriedene Schlussbilanz: „Wir konnten uns Schritt für Schritt an den aggressiveren R3max gewöhnen, haben auch festgestellt, dass mit ihm der Reifenverschleiß deutlich höher ist. Man muss hier den Fahrstil anpassen und das ist mir im Verlauf der Rallye immer besser gelungen.“

Kogler fügt hinzu: „Ich war schon sehr froh, dass auch Simon Wagner hier gefahren ist, denn man braucht immer jemanden, mit dem man sich messen kann. Freilich fuhr auch er eine Testrallye – aber er ist der regierende 2WD-Staatsmeister und wir wissen, dass er kein langsamer Fahrer ist. Wir haben auf jeden Fall gesehen, dass wir Potential haben und wir freuen uns jetzt auf die Rebenland-Rallye.“

Dort steigt in zwei Wochen der Auftakt zur ORM2WD, die für das Team heuer Priorität hat. Teamchef Gottfried Kogler sagt: „Natürlich wäre der Titel in der ORM2WD wunderbar – aber wir wären auch froh, wenn wir es in die Top 3 der Jahreswertung schaffen könnten.“

Unterdessen hat die „rasende Werkzeugkiste“ eine „kleine Schwester“ bekommen, wie Kogler senior verrät: „Ich habe noch einen Citroen DS3 R3 angeschafft, sodass wir bei manchen Rallyes einen zweiten Citroen einsetzen werden.“

Ergebnis Schneerosen-Rallye 2017

1. Roman Odlozilik/Martin Turecek (CZ/CZ) Ford Fiesta R5 57:31,0 Minuten
2. Gerald Rigler/Martin Rossgatterer (A/A) Ford Fiesta R5 Evo + 59,8 Sek
3. Roman Mühlberger/Katja Totschnig (A/Che) Mitsubishi Lancer Evo VI +1:22,2 Min
4. Daniel Fischer/Zoltan Buna (H/H) Subaru Impreza GC8 +3:47,1
5. Karoly Kocsomba/Peter Bardos (H/H) Mitsubishi Lancer Evo III +3:52,7
6. Michael Kogler/JennyHofstädter (A/A) Citroen DS3 R3max +4:01,6
7. Marvin Lamprecht/Eva Kollmann (A/A) Mitsubishi Lancer Evo VII +4:37,3
8. Simon Wagner/Gerald Winter (A/Zyp) Peugeot 208 R2 +4:41,7
9. Gerald Bachler/Christoph Wögerer (A/A) Subaru Impreza WRX STi +5:03,7
10. Markus Stockinger/Johann Rainer Moser (A/A) Mazda 323 GT-R +5:18,9

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