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Rallye-WM: News

Chile-Rallye 2020 offiziell abgesagt

Nach Beratungen mit den Behörden haben die Veranstalter der Chile-Rallye den für April nächsten Jahres geplanten WM-Lauf abgesagt.

Autor: Markus Lüttgens

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2020 verliert mit der Rallye Chile eine der 14 geplanten Veranstaltung. Nach Beratungen mit Regierungsvertretern und dem nationalen Automobilverband entschieden die Organisatoren am Donnerstagabend, die vom 9. bis 12. April geplante Austragung des WM-Laufs abzusagen und bestätigten damit einen entsprechenden Bericht von 'Motorsport-Total.com'.

An dem genannten Wochenende soll in den Land, welches sich in einer Wirtschaftskrise befindet und seit Wochen von gewaltsamen Unruhen erschüttert wird, eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung stattfinden. Diese soll durch die Austragung der Rallye nicht gestört werden.

"Wir halten es für ratsam, diesen Termin zu verschieben, da wir der Meinung sind, dass die Volksabstimmung vor allem ein demokratischer Akt ist und ein angemessenes Klima für ihre Durchführung benötigt", sagt Sergio Giacaman, Regierungschef der Region Biobio, in der der Austragungsort Concepcion liegt.

Die Entscheidung wurde nach Aussage von Veranstalter Felipe Horta in Abstimmung mit dem Automobil-Weltverband FIA und dem WRC-Promoter getroffen. Diese hätten bereits zugesichert, dass das südamerikanische Land seinen Platz im WRC-Kalender 2021 zurückerhalten wird.

"Wir haben mit der FIA und der WRC gesprochen. Glücklicherweise hatten sie Verständnis für das, was vor sich geht und haben uns erlaubt, die Ausgabe 2020 abzusagen und den Vertag aufrecht zu erhalten. Dieser läuft über drei Jahre", sagt Horta. Die Rallye Chile war in diesem Jahr erstmals im Rahmen der WRC ausgetragen worden.

Offizielle abgesegnet werden muss die Änderung des WRC-Kalenders 2020 noch vom Motorsport-Weltrat der FIA. Sollte keine Veranstaltung nachrücken, würde der Kalender nächstes Jahr nur 13 Stationen umfassen.

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