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"Es wird ganz schwer..."

Eigentlich hätte die Entscheidung in der Gruppe-N-ÖM schon vor knapp drei Wochen rund um Admont fallen sollen - zugunsten von Achim Mörtl.

Fünf Siege, ein zweiter Platz, ein technisch bedingter Ausfall, so lautete die Bilanz vor dem Start in der Steiermark. Mörtl konnte dieser Saison klar seinen Stempel aufdrücken. Doch nur wenige Sonderprüfungen vor der Zieldurchfahrt beendete ein Differentialschaden sämtliche Träume vom vorzeitigen Titelgewinn. Bis dahin ganz klar auf Meisterschaftskurs, war Mörtl am besten Weg zu einem zweiten Rang, was locker für den Gruppe-N-Meistertitel gereicht hätte…

Somit wurde die Entscheidung verschoben – jetzt muß der Kärntner gemeinsam mit seinem oberösterreichischen Co-Piloten Sigi Schwarz beim großen Finale im Waldviertel alles klar machen. Doch so einfach, wie es vielleicht auf den ersten Blick aussieht, wird es nicht werden. Selbst die vier Punkte Vorsprung, mit denen man ins nördliche Waldviertel anreist, sind kein wirklicher Polster, auf dem man sich ausruhen kann.

Schuld hat daran vor allem die enorm starke Konkurrenz: Neben dem alten und neuen österreichischen Staatsmeister Raimund Baumschlager, der beim Saisonfinale auf einen Gruppe-N-Mitsubishi der Evo-Stufe IX umsteigt, bringen auch Mario Saibel und der Tscheche Stepan Vojtech ein solches Top-Gerät an den Start. Und der große Konkurrent um den Titel, der Deutsche Hermann Gaßner, fährt natürlich ebenfalls seinen Evo IX. Dazu kommen in der Gruppe N noch Franz Wittmann jun., Willi Stengg sowie der Finne Tahku Riku, die allesamt nicht gerade langsam unterwegs sein werden.

„Die große Konkurrenz macht es natürlich doppelt schwer“, erläutert Achim Mörtl. „Es heißt immer: Selbst wenn der Hermann gewinnt, würde mir ein dritter Rang zum Titel reichen. Das ist schön und gut. Doch da sind so viele Konkurrenten mit modernstem Material, die sich zwischen uns schieben können… - das taugt mir gar nicht. Ich werde deshalb alles geben und gar nicht erst versuchen, mich auf taktische Spielchen einzulassen. Ich muß von Beginn an schneller fahren als der Hermann, dann wird mir der Titel nicht zu nehmen sein!“

An einen neuerlichen technischen Defekt, wie er dieses Jahr schon zwei Mal passiert ist, glaubt der Kärntner nicht: „Freilich kann immer etwas passieren, das ist der Rallyesport. Aber der Subaru ist ein extrem zuverlässiges, schnelles Auto. Und das Renosport-Team rund um Jan Stepanek hat meinen Impreza in den vergangenen Wochen und Tagen komplett zerlegt, alle beanspruchten Teile überholt bzw. getauscht und von Grund auf neu aufgebaut. Ich bin absolut zuversichtlich, daß wir unser großes Ziel erreichen können!“

Die OMV Waldviertel Rallye startet am Freitag, den 27.10., mit der ersten Sonderprüfung im Raum Horn um 13:55 Uhr, die letzte Prüfung geht am Samstag, den 28.10, um 17:37 über die Bühne – nach rund 190 SP-Kilometern wird der Gesamtsieger um 19:00 Uhr auf der Zielrampe in Waidhofen erwartet.

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