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ORM: Weiz-Rallye

Team Rallye ABST macht Kopfstände

Martin Kalteis konnte in Weiz auf einige neue Bauteile zurückgreifen, doch leider nur bis zu einem verpassten Bremspunkt auf SP 2.

Fotos: Daniel Fessl; Markus Zemanek

Schon bei den Vorbereitungen für die Weiz-Rallye unternahm das Team Rallye ABST förmlich Kopfstände, um für den kommenden Meisterschaftslauf bestens gerüstet zu sein. Ein brandneues Fahrwerk, das Dank der Unterstützung des mehrfachen Staatsmeisterteams Baumschlager Rally & Racing verbaut werden konnte, eine neue Mitteldifferentialsperre, die René Vontsina aufgetrieben und zur Verfügung gestellt hat, erstmalig nagelneue Reifen, für die die Kfz-Werkstatt ATT in Ternitz in die Bresche sprang, sollten die Zutaten für einen weiteren Schritt hin zur ÖM-Spitze sein.

Zeit für ein paar Testkilometer gab es keine, da die zuvor genannten Komponenten erst am Tag vor der Rallye angeliefert werden konnten. Umso gespannte fieberten Martin Kalteis und Markus Zemanek, die beiden Piloten des gut 17 Jahre alten Mitsubishi Evo VII, den ersten SP-Zeiten der Weiz-Rallye entgegen. Bereits nach wenigen Metern ließen sich die Änderungen am Fahrzeug im Cockpit deutlich spüren. Beflügelt durch das neue, deutlich verbesserte Fahrverhalten drückte Martin Kalteis nun richtig auf die Tube. Dies spiegelte sich sogleich in der vierten Gesamtzeit auf der ersten Sonderprüfung wider.

SP-Zeiten inmitten der R5- und S2000-Phalanx konnten bis dahin nur bei regnerischen oder widrigen Bedingungen realisiert werden, doch diesmal schien die Sonne. Die erste Duftmarke war somit gesetzt. Im Wissen, dass die Rallye noch sehr lange dauern würde, besprach das Team noch auf der Verbindungsetappe zur SP 2, vor allem am kommenden Schotterstück nicht alles zu riskieren, um keinen unnötigen Ausfall zu provozieren, doch wie so oft kommt es anders als man denkt, und innerhalb weniger Sekunden stand die Welt Kopf – oder, wie in diesem Fall, der Mitsubishi.

"Bereits kurz nach dem Start der SP 2 in einer sehr langen unübersichtlichen 'Links 4' habe ich den Bremspunkt für die darauffolgende enge Rechtskurve verpasst und musste dann eine Böschung in meinen Fahrweg miteinbeziehen. Dort hebelte uns aber ein kleiner Baum aus und drehte das Auto über den rechten Kotflügel aufs Dach. Markus und ich blieben dabei vollkommen unverletzt. Ein kleiner Fehler mit leider sehr schwerwiegenden Folgen", schilderte Martin Kalteis den "Tathergang".

Der Schaden am Fahrzeug schien auf den ersten Blick nicht so schlimm, und man überlegte noch einen Restart am nächsten Tag, doch beim genaueren Hinsehen und anschließendem Zerlegen sind noch einige Schäden zum Vorschein gekommen. Ein Start bei der Wechselland-Rallye kann momentan sowohl zeitlich als auch budgetär nicht bestätigt werden. Eine besonders bittere Pille, wenn man die mögliche Performance bedenkt.

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