RALLYE

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Tolle Performance von Duval

Mit den Plätzen zwei und vier sicherte sich Ford wichtige Fahrer- und Marken-WM-Punke, Francois Duval war besonders gut unterwegs.

Mit dem zweiten Platz von Duval/Prevot und dem vierten Platz von Märtin/Park kann Ford außerdem den zweiten Platz in der Herstellerwertung weiter absichern, Markko Märtin kletterte in der Fahrerwertung auf den zweiten Gesamtrang.

„Ich bin kein Risiko eingegangen“, so Märtin nach dem Zieleinlauf. „Am letzten Tag sind wir gerade schnell genug gefahren, um vor Cedric (Robert) zu bleiben. Die Bedingungen waren so schwierig, da ist man heilfroh, überhaupt im Ziel zu sein.“

Der eigentliche Star im Ford-Team war aber dieses Mal nicht der schnelle Este. Nach seinem schweren Unfall in Argentinien war er noch immer leicht gehandicapt, kämpfte mit Sehstörungen und brachte bei den fürchterlichen Bedingungen – viele Fahrer meinten, es wäre die schwierigste Rallye ihrer Karriere – zwar eine gute, aber keine außergewöhnliche Leistung.

Dagegen bot das belgische Duo Francois Duval/Stephane Prevot an allen drei Veranstaltungstagen eine makellose Vorstellung. Weder sintflutartige Regenfälle, noch Nebel und Schmutz auf den Straßen bremste die beiden ein.

Am Ende konnte der Druck auf den Führenden Sebastien Loeb (Citroen) sogar noch erhöht werden, leider reichte es nicht ganz, um den Franzosen wirklich zu gefährden. Bedenkt man, dass ein Fehler in der Hydraulik seines Wagens am Freitag mehr als eine Minute Zeitverlust bedeutete, erscheint der zweite Platz in einem anderen Licht.

Zusätzlich mussten Duval und Co-Pilot Prevot hinnehmen, dass die beiden Citroen-Widersacher Loeb und Sainz eine bessere Einheitszeit bekamen, als sie durch den Unfall von Solberg nicht mehr über die SP 12 fahren durften.

„Es wäre noch möglich gewesen, Sebastien einzuholen. Aber nur, wenn wir nicht die Einheitszeit nach Petters Unfall bekommen hätten“, meint Francois Duval, der sich schon auf den Einsatz in Japan freut. „Ich lerne neue Strecken sehr schnell, auch in Mexiko ging es recht gut. Allerdings weiß ich nicht genau, wie die Prüfungen in Japan sind. Das Auto ist jedenfalls perfekt, die Motorabstimmung auch, also wird es möglich sein, in den Top-Five zu landen!“

Co-Pilot Stephane Prevot war auch am Tag nach der Rallye sehr verärgert über die Situation auf SP 12, wo man ihn und Francois Duval trotz des Unfalls von Solberg starten ließ: „Wir wurden in Monte Carlo fast bestraft, weil wir bei einer gelben Flagge, wo gar nichts passiert war, nicht langsam genug waren. Hier hat man uns starten lassen, obwohl bekannt war, dass es einen Unfall gegeben hatte, und es gab nicht mal gelbe Flaggen. Das ist nicht akzeptabel. Selbstverständlich waren wir geschockt, wir waren nicht so gut auf dieser Prüfung. Vielleicht wäre ein gelbes Licht, bedient vom Rallyeleiter, eine Möglichkeit.“

Teamchef Malcolm Wilson war trotzdem zufrieden: „Francois ist fantastisch gefahren. Insgesamt gesehen, waren er und Stephane das schnellste Duo an diesem Wochenende, er ist seine bis dato beste Rallye gefahren und er war der einzige, der mit Sebastien (Loeb) mithalten konnte. Sein erster Sieg wird bald kommen – die WM ist noch nicht entschieden!“

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