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Start-Ziel-Sieg für Ford

Während Markko Märtin und Co Michael Park ihren Sieg auf Korsika euphorisch feierten, waren Francois Duval und Stephane Prevot tief enttäuscht.

Von Beginn an lag bei der „Tour de Corse“ ein Ford in Führung. Am ersten Tag wechselten sich Markko Märtin und Francois Duval an der Spitze ab, der junge Belgier hatte schon vor Beginn der Rallye gemeint: „Wenn es wechselhafte Verhältnisse gibt, dann könnte das meine Rallye werden. Ich bin zuversichtlich, dass ich um den Sieg mitfahren kann.“

Und die wechselhaften Verhältnisse gab es: Mal Regen, mal Sonnenschein, auf den Asphaltstraßen Korsikas wechselten sich tiefe Pfützen mit trockenen Stellen ab. Doch mehr als drei SP-Bestzeiten waren Duval nicht vergönnt. Am Beginn des dritten Tages, den Duval mit nur 20,8 Sekunden Rückstand auf seinen erfahrenen Teamkollegen Märtin begonnen hatte, gab der Motor an seinem Ford Focus World Rallye Car den Geist auf.

„Nur einen Kilometer nach dem Start gingen die Kontroll-Lichter für Wasser- und Öl-Temperatur an. Dann lief das Auto plötzlich nur mehr auf drei Zylindern und ich wusste sofort, dass meine Rallye vorbei ist. Nach weiteren sieben Kilometern sind wir dann stehen geblieben, es gab sogar ein kurzes Feuer unter der Motorhaube, das wir aber selbst löschen konnten. Ich war und bin unglaublich enttäuscht.“

Während Francois Duval also zum Heulen zumute war, feierte Markko Märtin ausgelassen seinen Sieg: Es war der erste Sieg des aktuellen Ford Focus WRC auf Asphalt und gleichzeitig der erste Erfolg für Markko Märtin auf Asphalt. Der 28jährige Este sicherte seinem Arbeitgeber mit 12 SP-Bestzeiten den Sieg und damit den zweiten Rang in der Konstrukteurs-Wertung, er selbst kletterte in der Fahrer-WM auf Rang drei.

„Es freut mich sehr, dass ich hier meinen ersten Asphalt-Sieg feiern konnte“, so Märtin. „Korsika ist ein wahrer Klassiker, es gibt keinen besseren Ort, um seine erste Asphalt-Rallye zu gewinnen! Das ist vor allem ein Verdienst des Teams. Wir hatten seit zwei Jahren das schnellste Auto auf Asphalt – dank unseres technischen Direktors Christian Loriaux. Jetzt konnten wir das endlich umsetzen.“

Und Markko Märtin hat abschließend noch eine Ankündigung auf Lager: „Als ich meine Karriere gestartet habe, hatte ich drei Ziele: Ein Sieg in Finnland, ein Sieg auf Asphalt, wenn möglich auf Korsika und den Gewinn der Rallye-WM. Ein Punkt ist noch offen…“

Malcolm Wilson war mit dem ersten Sieg seit Mexiko im März logischerweise überglücklich: „Die Leistungen von Markko und Francois waren außergewöhnlich. Es tut mir wirklich sehr leid für Francois, dass sein Kampf um den Sieg so enden musste. Aber ich bin mir sicher, dass sein erster Sieg nur mehr eine Frage der Zeit ist. Zu Markko muss ich sagen, dass er einfach sensationell war. Er hatte eine sehr schwierige Saison, mit vielen Rückschlägen, dieser Sieg ist umso beeindruckender!“

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