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Loeb einmal mehr nicht zu halten

Weltmeister Loeb setzt sich mit vier SP-Bestzeiten von Grönholm ab, Sainz bleibt vor Gardemeister. Stohl zweimal Drittschnellster!

Die kurze SP 8 (Koumaritsi) bildete den Auftakt zur 2. Etappe, bei hohen Temperaturen lieferten sich die Piloten an der Spitze ein ebenso heißes Duell: Die Top Ten waren nur durch sechs Sekunden getrennt, einmal mehr war Sebastien Loeb der Beste der Besten und gewann die SP 0,7 Sekunden vor Marcus Grönholm.

Toni Gardemeister (Ford) und Harri Rovanpera (Mitsubishi) teilten sich den dritten Platz mit identischer Zeit. Petter Solberg erzielte mit wieder hergestelltem Impreza die fünftbeste, Markko Märtin im Peugeot 307 WRC die sechstschnellste Zeit.

Die Top Ten komplettierten Carlos Sainz (+ 5,0 s), der unter SupeRally-Regeln wieder gestartete Manfred Stohl (+ 5,4 s), Gigi Galli (+ 5,6 s), Henning Solberg (+ 6,0 s) und der Sensationsmann des Vortages, Mikko Hirvonen (+ 6,0 s).

Roman Kresta wollte wie Stohl die Rallye wieder aufnehmen, ein Problem im Bereich der Elektrik machte diese Pläne zunichte.

In der Gesamtwertung konnte Carlos Sainz seinen dritten Platz hinter Loeb und Grönholm verteidigen, doch Toni Gardemeister war dem Citroën-Piloten bis auf acht Zehntel nahe gekommen.

Auch auf SP 9 (Pavliani) war Sebastien Loeb der Fahrer, an dem sich alle anderen die Zähne ausbissen. Mit seiner fünften Bestzeit konnte er den Vorsprung auf den SP-Zweiten Grönholm auf knapp sechs Sekunden ausbauen.

Carlos Sainz war als Dritter schneller als sein direkter Widersacher Toni Gardemeister, sein Zeitvorteil betrug aber nur sieben Zehntel. Auch die Mitsubishi-Fahrer lieferten sich ein knappes Duell, Gigi Galli war als Fünfter nur 0,8 Sekunden vor seinem Teamkollegen Harri Rovanperä, der allerdings Getriebeprobleme meldete.

Petter Solberg versuchte verzweifelt, seinen am Vortag angesammelten Rückstand auf die Spitze zu verringern, seine Startposition – als 14. nach Etappe 1 musste er am Vormittag die losen Schotterwertungen als Zweiter in Angriff nehmen – war dabei alles andere als hilfreich; der Norweger erreichte nur die siebenschnellste Zeit.

Jani Paasonen im einzig verbliebenen Fabia WRC musste die Rallye nach einem Ausritt beenden, die Alptraum-Saison für Skoda geht also weiter, nachdem schon am Freitag Armin Schwarz und Janne Tuohino mit Defekten ausgefallen waren.

Sebastien Loeb nutzte auch die SP 10 (Stromi), um seinen Vorsprung auf die Konkurrenz, allen voran Marcus Grönholm, auszubauen. Seine vierte Bestzeit in Folge brachte dem Citroën-Piloten weitere 6,4 Sekunden Guthaben auf den zweitplatzierten Finnen ein.

Dahinter zwei weitere Citroën Xsara: Manfred Stohl zeigte mit der drittschnellsten SP-Zeit, was in dieser Rallye ohne den Fehler am ersten Tag für ihn möglich gewesen wäre, er nahm Altmeister Carlos Sainz im Werksauto immerhin zwei Zehntel ab.

Toni Gardemeister verlor als Fünfter weitere 1,5 Sekunden auf den Spanier, sein Gesamtrückstand verdoppelte sich auf exakt drei Sekunden. Hirvonen verteidigte seinen fünften Rang, aber sowohl Landsmann Rovanpera als auch Henning Solberg kamen dem Finnen näher.

Ein weiteres Mal lieferten sich Sebastien Loeb und Marcus Grönholm auf SP 11 (Amfissa) an der Spitze ein Duell um die Bestzeit, und auch diesmal war der Franzose trotz Reifenschadens mit 6,8 Sekunden Vorsprung eindeutig schneller als sein finnischer Kontrahent; gesamt beträgt der Abstand zwischen diesen beiden bereits 25,7 Sekunden.

Etwas gemächlicher baut Carlos Sainz das Guthaben auf seinen Konkurrenten Toni Gardemeister aus, der Spanier absolvierte die SP 1,8 Sekunden schneller als der Ford-Pilot. Noch vor dem viertplatzierten Citroën-Werksfahrer glänzte Manfred Stohl ein weiteres Mal mit einer dritten SP-Zeit.

Markko Martin setzte seine konstante, aber unspektakuläre Rallye als Sechstschnellster fort, dahinter verlor Petter Solberg als Siebenter weitere 13,9 Sekunden auf Loeb, in der Gesamtwertung ist der Norweger auf Position zehn.

Ein Elektrik-Defekt kostete Galli im Mitsubishi über 40 Sekunden, der Italiener konnte aber den achten Rang in den Service Park retten. Der bis dahin siebentplatzierte Henning Solberg kam von der Strecke ab – das Aus für den norwegischen Ford-Piloten bei seinem ersten Start in Griechenland.

Am Nachmittag steht eine Wiederholung dieser vier SPs auf dem Programm, der Start zur letzten Wertungsprüfung des zweiten Tages erfolgt um 15 Uhr 55 MESZ.

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