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Die WM-Punkte-Chance lebt

Manfred Stohl hat am zweiten Tag einige Zeit verloren, da er die Strecken aufgrund seiner Erkrankung nicht richtig besichtigen konnte.

Das OMV World Rally Team (Citroen Xsara WRC) konnte sich in der zweiten Hälfte des zweiten Tages eindrucksvoll in Szene setzen. Juuso Pykälistö verbesserte sich von rang zwölf auf den neunten Platz und Manfred Stohl machte gleich fünf Plätze gut.

Der 32-jährige Österreicher liegt damit vor den letzten sechs Sonderprüfungen am Sonntag auf dem elften Gesamtrang. Damit sind für beide OMV World Rally Team-Piloten noch WM-Punkte möglich.

Überleben als oberste Priorität

Juuso Pykälistö kam mit einem Lächeln ins letzte Service am Samstag. Grund dafür war die Tatsache, dass er den zweiten Tag heil überstanden hat. Auf den beiden Königs-Sonderprüfungen über 31 beziehungsweise 38 Kilometer trennte sich die Spreu vom Weizen. Der finnische OMV Pilot überstand diese Feuerprobe nahezu unbeschadet. Lediglich das Getriebe machte Probleme.

Pykälistö: „Auch nach dem Getriebewechsel funktionierte noch nicht alles perfekt. Es ging aber schon besser. Jetzt haben wir beim Schluss-Service nochmals eine neue Software eingespielt. Wir werden alles daran setzen, dass wir morgen ins Ziel kommen und noch den einen oder anderen WM-Punkt holen.“

Voraussage ist eingetroffen

Nach der „Trainingsfahrt“ am Vormittag - aufgrund seiner Erkrankung konnte er die Strecken noch nicht richtig besichtigen - schlug Manfred Stohl am Nachmittag richtig zu. Obwohl er noch immer nicht ganz gesund ist (Lebensmittelvergiftung), konnte er sich beim zweiten Befahren der beiden längsten Sonderprüfungen um über zweieinhalb Minuten verbessern. Damit hat auch der 32-jährige OMV Pilot wieder Chancen auf WM-Punkte.

Stohl: „Es hat jetzt keinen Sinn, dass ich vergebenen Möglichkeiten nachtrauere. Ich werde morgen nochmals voll attackieren und schauen, dass ich möglichst viele Teams überhole.“ Blumen gab es hingegen für seine Co-Pilotin Ilka Minor, die heute ihren 30. Geburtstag feierte. Das Geschenk des Chauffeurs: „Dass wir auf der Straße geblieben sind. Dennoch habe ich mich bei ihr entschuldigt, dass wir am Vormittag so langsam waren.“

Sechs Prüfungen ohne Service

Am Sonntag stehen noch sechs Prüfungen auf dem Programm. Die Herausforderung dabei ist, dass sie ohne Service absolviert werden müssen. Lediglich ein Auftanken nach drei SPs ist erlaubt. Der Zieleinlauf ist gegen 14.30 Uhr in Porto Rotondo, nahe Olbia.

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