RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Loeb dominiert einmal mehr

Loeb lässt sich den Sieg nicht nehmen, Zweiter Solberg, Dritter Grönholm. Rovanperä & Galli auf SP13 out, Pykalistä 8., Stohl auf Rang neun.

Sebastien Loeb hat die Sardinien Rallye gewonnen: Der Franzose zeigte über die gesamten drei Tage hinweg eine fehlerlose Leistung und holte völlig verdient seinen dritten Saisonsieg. Damit führt Loeb nach fünf Rallyes die Fahrerwertung mit 35 Punkten an, vor seinem schärfsten Widersacher Petter Solberg, der seinen überlegenen Vorjahressieg nicht wiederholen konnte.

Solberg sicherte sich am dritten Tag zwar drei Bestzeiten, doch seinen Rückstand auf Loeb konnte er nicht verringern – im Gegenteil. Solberg verlor heute noch weitere vier Sekunden und büßte insgesamt 59,6 Sekunden auf den Weltmeister ein.

Ziel erreicht heißt es bei Peugeot: Marcus Grönholm und Markko Märtin holten die angestrebten Positionen drei und vier. Zwar fiel der gestrige Drittplazierte Harri Rovanperä auf der 14. Etappe vorzeitig aus, aber seinen dritten Platz hatte er ohnehin schon an Grönholm verloren.

Für Mitsubishi endet das Wochenende mit einer kleinen Enttäuschung, denn weder Rovanperä, noch Gigi Galli sahen das Ziel. Bleibt bloß die Erkenntnis, dass die neuen Dämpfer ihre Wirkung nicht verfehlt haben und man den Speed des Wagens verbessern konnte. Es geht aufwärts.

Auf dem fünften Platz kam Toni Gardemeister ins Ziel. Der Finne führt ein Ford-Trio bestehend aus ihm, Roman Kresta und Privatier Anthony Warmbold im 2004er Focus an. Für alle drei Piloten gibt es also Punkte und Gardemeister, der gestern auf der letzten Etappe mit sinkendem Öldruck stehen geblieben war, holte damit genau wie Kresta wichtige Zähler für die Markenwertung.

Den letzten Punkt sicherte sich OMV Pilot Juuso Pykälistö, der nur 14 Sekunden vor seinem Teamgefährten Manfred Stohl ins Ziel kam. Die Top-10 komplettierte derweil Mark Higgins, der im 2003er Focus eine glänzende Leistung gezeigt hat. Bis gestern hatte Higgins noch in den Punkten gelegen.

Mit Platz elf holte Citroen Pilot Francois Duval, der am Freitag ausgefallen war, zwei Punkte für die Markenwertung, genau wie Janne Tuohino, der als 13. ins Ziel kam und durch den einen Punkt das magere Skoda-Punktekonto auf fünf Zähler erhöhte.

Zwischen Duval und Tuohino schob sich Subaru-Pilot Stephane Sarrazin, der im Schlussspurt noch am Finnen vorbeigezogen war. Der Franzose zeigte eine gute Leistung, genau wie Chris Atkinson. Der junge Australier im Subaru war am Freitag und am Samstag abgeflogen, doch heute sicherte er sich wieder mal eine Bestzeit – genau wie in Neuseeland. Atkinson landete auf Platz 15.

Ergebnis

1. LOEB, CITROËN 4:06:33.7
2. SOLBERG, SUBARU +59.6
3. GRÖNHOLM, PEUGEOT +3:07.3
4. MÄRTIN, PEUGEOT +4:12.3
5. GARDEMEISTER, FORD +8:29.3
6. KRESTA, FORD +9:29.2
7. WARMBOLD, FORD +9:59.8
8. PYKALISTO, CITROËN +10:21.2
9. STOHL, CITROËN +10:35.6
10. HIGGINS, FORD +12:21.1

Fahrerwertung

1. Sebastien Loeb (Citroen) 35
2. Petter Solberg (Subaru) 34
3. Markko Märtin (Peugeot) 28
4. Marcus Grönholm (Peugeot) 26
5. Toni Gardemeister (Ford) 24
6. Harri Rovanperä (Mitsubishi) 11
7. Gilles Panizzi (Mitsubishi) 7
8. Francois Duval (Citroen) 5

Markenwertung

1. Peugeot 54
2. Citroen 43
3. Subaru 36
4. Ford 33
5. Mitsubishi 24
6. Skoda 5

Aktuelle Fotos finden Sie in der rechten Navigation!

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Italien

Weitere Artikel:

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

ORM, ET König Rallye: Nach SP2

Ex-Champion startet blitzartig

Hermann Neubauer beherrschte die ersten zwei Prüfungen der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg am besten / Der ehemalige Champion Salzburger führt zwischenzeitlich vor Michael Lengauer und Luca Waldherr

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

Nachgefragt bei AMF & Manfred Stohl

Streitfrage: Rallye schon ab 13?

Der 19-jährige Este Jaspar Vaher zeigte in der ERC gehörig auf - er fuhr schon ab 13 als Vorausauto, ab 14 im Bewerb. Soll man auch bei uns das Mindestalter für Rallye-Teilnahmen herabsetzen?

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)