RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Stohl: "Wir sind viel weiter als im Vorjahr!"

Manfred Stohl und Ilka Minor sind nach einem erfolgreichen Schotter-Test äußerst zuversichtlich gestimmt. "Ich möchte ganz vorne dabei sein", sagt Stohl.

Mit dem dritten Lauf zur FIA World Rally Championship, der “Corona Rally Mexico”, startet das OMV Peugeot Norway World Rally Team zum ersten Mal in dieser Saison auf Schotter. Nach Asphalt in Monte Carlo und Schnee in Schweden ist dies eine neue Herausforderung für die Österreicher Manfred Stohl/Ilka Minor sowie Henning Solberg und Cato Menkerud aus Norwegen. Dabei zählt die Rally Mexico nicht zu den typischen Schotterklassikern, denn durch die Höhenlage werden komplett andere Anforderungen an die Technik der Fahrzeuge gestellt.

Pro 100 Höhenmeter ein Prozent weniger Leistung

Mit jedem 100. Höhenmeter verlieren die World Rally Cars zirka ein Prozent an Motorleistung. In der Gegend von Leon (rund 350 Kilometer nördlich von Mexico City) wird in rund 2.500 Meter Seehöhe gefahren und damit mit 3/4 der üblichen Power.

„Es wird hier ganz entscheidend sein, welches Team sich am besten auf diese Bedingungen einstellen kann und was man aus dem Auto herausholen kann. Ich bin aber überzeugt, dass Bozian Racing das Peugeot 307 WRC bestens vorbereitet hat und wir konkurrenzfaehig sein werden”, erklärt OMV Pilot Manfred Stohl.

Der Österreicher startete bereits vor zwei Jahren in Mexiko. Damals in der FIA Production Car World Rally Championship. Stohl: „Nach Problemen am ersten Tag sind wir damals auf der zweiten Etappe ausgefallen. Das habe ich zwar schon wieder fast vergessen, dennoch möchte ich diese Scharte ausbessern.”

Nichts desto weniger ist dem OMV Team bewusst, dass vom ersten Kilometer an Vollgas gegeben werden muss. Stohl dazu: „Meine beiden Sonderprüfungsbestzeiten in Monte Carlo stimmen mich sehr zuversichtlich – ich möchte ganz vorne dabei sein.”

Auf Schotter zu Hause

Obwohl die Schweden Rally für Henning Solberg fast eine Heimveranstaltung war, freut sich der Norweger schon auf Mexiko. Mit seinem ersten WM-Punkt im Gepäck ist der OMV Teamkollege von Manfred Stohl zuversichtlich, auch bei der Premiere in Mexiko punkten zu können.

Solberg: „Wir sind in Schweden schon sehr gut mit dem Auto zurecht gekommen. Kurz darauf haben wir auch noch die Norwegen Rally gewonnen und dadurch zusätzlich Erfahrung sammeln können. Auch wenn ich noch nie in Mexiko am Start war, freue ich mich schon sehr darauf. Schotter gehört natürlich auch zu meinem bevorzugten Untergrund.”

Gelungener Test in Frankreich

Kurz vor der Abreise nach Mexiko stand am vergangenen Wochenende noch ein Schottertest in Frankreich (in der Nähe des Bozian Racing Hauptquartiers in Lyon) auf dem Programm. Die OMV Piloten Stohl und Solberg konnten sich auf je 120 Kilometern mit den Schottereigenschaften des Peugeots vetraut machen.

Stohl: „Es war hervorragend. Wir kommen mit dem Peugeot super zurecht. Und wir sind weiter, als wir zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr waren. Im Vordergrund standen Stossdämpfer-Tests. Ich denke, dass wir sehr erfolgreich gewesen sind.”

Und Solberg ergänzt: „Es läuft alles höchst professionell ab. Ich kann mich voll aufs Fahren konzentrieren und dadurch zählt jeder Kilometer fast doppelt. Ich denke, dass der Peugeot über ausgezeichnete Schottereigenschaften verfügt, die uns auch schon in Mexiko von Vorteil sein werden.“

Das OMV Peugeot Norway World Rally Team liegt in der Hersteller-Wertung mit 10 Punkten auf dem ausgezeichneten dritten Platz. Dieser soll in Mexiko auch verteidigt werden, denn bei den nächsten beiden WM-Läufen ist nur Manfred Stohl am Start und die Ergebnisse zählen damit nur für die Fahrer-Wertung und nicht für die Hersteller-WM.

360 Kilometer auf 17 Sonderprüfungen

Die Corona Rally Mexico wird am Donnerstag, dem 2. März um 21.00 Uhr in der malerischen, ehemaligen Silberminenstadt Guanajuato gestartet. Von Freitag (3. März) bis Sonntag (5. März) stehen 359,54 Sonderprüfungskilometer, aufgeteilt auf 17 SPs, auf dem Programm. Die Gesamtlänge umfasst 1.002,47 Kilometer. Der Zieleinlauf ist am Sonntag gegen 11:30 Uhr Ortszeit.

Das ist Mexiko

Fläche: 1.972.550 km2, Einwohner: 106.203.100. Das entspricht 54 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Hauptstadt ist Mexico City mit 18,7 Millionen Einwohnern. Mexiko ist seit 1810 unabhängig. Die Rally findet im Bereich von Leon (Einwohner: rund 1 Million) statt. Die durchschnittliche Temperatur beträgt 15 bis 20 Grad Celsius.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Mexiko

- special features -

Weitere Artikel:

ARC Rallye Triestingtal: Bericht ARC

Traumhafter ARC-Auftakt bringt neue und prominente Sieger

Die Austrian Rallye Challenge feiert mit der neuen ARC Rallye Triestingtal einen großartigen Saisonauftakt. Der ARC-Sieg ergeht an Alexander Strobl und Cathy Schmidt. In den weiteren Tabellen ein Cocktail aus jung & alt, PS-stark & PS-schwach, teuer & günstig - ganz im Sinne der ARC-Erfinder…

Akropolis-Rallye mit Innovationen

Neue Route und schwimmender Parc Ferme

Spektakuläre Innovation bei der WRC in Griechenland: Ein schwimmender Parc Ferme soll die Logistik revolutionieren - Die Details zur neuen Akropolis-Route

Motorsport 4 Charity 2026

Rallye-Mitfahrten für den guten Zweck

Auch heuer lädt „Motorsport 4 Charity“ wieder zu einem Rallyetag der besonderen Art: Via „Taxi-Fahrten“ werden Spenden für die kleine Valentina gesammelt…

ARC Rallye Triestingtal: Vorschau ZM Racing

Starker Testeinsatz von ZM-Racing

Auf der Nennliste findet man insgesamt fünf Mannschaften die starten werden. Max und Christoph Zellhofer, Klemens Haingartner, Peter Hopf u. Markus Wurz

ARC Rallye Triestingtal: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger: Testrallye im Triestingtal

Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger nutzt die brandneue ARC Rallye Triestingtal im BWT Lancia Ypsilon Rally4 HF mit Co-Pilot Jürgen Heigl als Testrallye für die bevorstehenden Asphalt-Events.

Sepp Pointinger im Interview

„Hätten 10-15 Historische mehr!“

Rallye-„Urgestein“ Sepp Pointinger erzählt von seinem Start bei der Monte Historique, erklärt warum er seit 2011 nicht mehr in Österreich startet und bringt einen Vorschlag zur Bewertung von Sitzen, Gurten und dergleichen ein.