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Sekundenkrimi an der Spitze

Nach einem Konter von Grönholm rückte das Führungsquartett näher zusammen. Die Top 4 nun innerhalb von 5,8 Sekunden. Stohl einsamer Neunter, Aigner baute mit weiterer Bestzeit PWRC-Führung aus.

Michael Noir Trawniczek

Auf der 11,57 Kilometer langen Prüfung "Schimatari" - die wie ihre nachfolgenden Artgenossinnen am Nachmittag ein zweites Mal von den Rallyepiloten befahren wurde beziehungsweise wird - konterten die beiden Superstars Marcus Grönholm und Sébastien Loeb mit den Rängen eins und zwei, dahinter reihten sich Hirvonen und Latvala ein - die beiden Subaru-Werkspiloten Petter Solberg und Chris Atkinson konnten auf der ersten Prüfung des Nachmittags nur die fünfte und siebente Zeit markieren. Dies hat zur Folge, dass das Feld ganz eng zusammenrückte - das Führungsquartett liegt nun innerhalb von winzigen 5,8 Sekunden!

In Führung liegt immer noch Atkinson, der im Mittagsservice bilanzierte: "Der Vormittag war sehr gut für uns, die Prüfungen waren jedoch härter als wir nach der Besichtigung angenommen haben. Wir haben für den Nachmittag keine Änderungen am Fahrzeug-Setup vorgenommen."

Auf Rang zwei, nur 3,1 Sekunden hinter Atkinson, liegt dessen Teamkollege Petter Solberg, der zu Protokoll gab. "Wir hatten am Vormittag keinerlei Probleme und haben die ganz harten Reifen verwendet, die wir auch am Nachmittag zum Einsatz bringen."

Nur noch 1,1 Sekunden hinter Solberg liegt Marcus Grönholm auf Rang drei, der damit seinen Stallkollegen Mikko Hirvonen überholen konnte. Grönholm analysierte kurz den Vormittag: "Die erste Prüfung war sehr rutschig und wir hatten Probleme mit dem Schotter. Die zweite Prüfung war ganz okay, die vierte dafür besonders hart. Wir haben die härtesten Reifen eingesetzt und bleiben auch am Nachmittag dabei. Die Prüfungen werden am Nachmittag sauberer, weil vom Sand befreit sein, sodass wir härter attackieren können."

Der vierte Mann im Führungsquartett, Mikko Hirvonen, liegt nur 1,6 Sekunden hinter Grönholm - der 26-jährige hat über Mittag einen "Reifenwechsel" vorgenommen: "Wir haben am Vormittag die Medium Type-Reifen genommen, doch jetzt haben wir härtere Pneus ausgefasst, um ordentlich puschen zu können."

Auch beim Citroen-Duo auf den Rängen fünf und sechs hat sich die Reihung umgedreht - Sébastien Loeb liegt nach seinem zweiten Platz auf SP 6 nur noch 8,5 Sekunden hinter Hirvonen, insgesamt fehlen dem Weltmeister rund 14 Sekunden auf die Spitze. Loeb verriet: "Wir haben am Vormittag normale Reifen eingesetzt und ändern das auch nicht für die Prüfungen am Nachmittag." Dani Sordo liegt im zweiten Citroen C4 WRC exakt eine Sekunde hinter seinem Stallkollegen.

Auf den Rängen sieben und acht wieder die beiden Stobart Ford von Henning Solberg (32,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze) und Jari-Matti Latvala (+37,7). Latvala ärgerte sich bei der Analyse seines Vormittags: "Wir haben eine Bande getroffen und uns gedreht, wir verwenden jetzt ein härteres Setup als am Vormittag."

"Wir geben unser Bestes aber unglücklicherweise sind unsere Zeiten nicht entsprechend gut" - Manfred Stohl bleibt in seinem scheinbar etwas brustschwachen Kronos Citroen Xsara WRC Gesamt-Neunter, es ist ein relativ einsamer neunter Rang: 35 Sekunden hinter Latvala, 26,7 Sekunden vor Luis Perez-Companc im Munchi's Ford.

Beeindruckend die Leistung von Andreas Aigner. Er konnte auf SP 6 seine bereits dritte PWRC-Bestzeit erobern und damit seine Führung in der seriennahen Klasse etwas ausbauen. Der RB Rallye Team-Mitsubishi Pilot liegt nun 7,6 Sekunden vor Subaru-Pilot Toshihiro Arai und 21,6 Sekunden vor Markenkollege Juho Hänninen. Der Vierte der PWRC liegt bereits über eine Minute zurück.

Schon am Vormittag flog Stohl Racing-Pilot Patrik Flodin mit seinem Subaru von der Strecke, er musste aufgeben.

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