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"Spaßfaktor sinkt"

"Der Xsara ist vom Setup her in Ordnung, doch es fehlt an Motorleistung", sagt ein enttäuschter Manfred Stohl. Der eine WM-Punkt ist ein schwacher Trost.

Das Kronos-Team hat zum siebenten Mal in Folge WM-Punkte in der Fahrerwertung geholt. In der Markenwertung konnte man überhaupt bei allen bisherigen Läufen zur FIA World Rallye Championship punkten.

Dennoch ist der achte Platz von Manfred Stohl und Ilka Minor bei der „Rallye of Greece“ nur eine kleiner Trost. Denn nach dem vierten Platz in der FIA World Rallye Championship 2007 hat man sich natürlich auch für dieses Jahr einiges erwartet. Die knapp zweimonatige Sommerpause kommt daher für den 34-jährigen Österreicher wie gerufen.

Einen WM-Punkt gerettet

Nachdem sich Manfred Stohl zu Beginn des zweiten Tages vom neunten auf den siebenten Gesamtrang verbessern konnte, kam kurz nach Halbzeit der Akropolis-Rally der Rückschlag. Der Wiener touchierte einen Stein und fuhr sich einen Patschen ein. Der Reifenwechsel in knapp 2:40 Minute klingt zwar rekordverdächtig, dennoch fiel das Kronos-Team auf den achten Platz zurück.

Der Rückstand auf Privatier Jan Kopecky (CZ/Skoda Fabia WRC) war zu groß, um ihn am Sonntag auf knapp 80 Sonderprüfungskilometern noch einzuholen. Als Trost gabe es zumindest einen WM-Punkt für die Fahrer-WM und zwei Zähler für die FIA Manufacture World Rallye Championship.

Stohl: „Leider haben wir uns im Vergleich zu Sardinien nicht weiterentwickelt. Das Xsara WRC ist vom Setup her in Ordnung, doch es fehlt an Motorleistung. Damit sinkt natürlich der Spaßfaktor. Ich bin sehr froh, dass es in die Sommerpause geht und ich ein wenig Abstand gewinnen kann, denn meine Bilanz für die erste Jahreshälfte fällt nicht sehr positiv aus.“

Potenziale ausschöpfen

Auch für Brigitte Mühlwisch, Sponsorverantwortliche der OMV, hat die Sommerpause ihre guten Seiten: „Natürlich haben wir gewusst, dass uns nach den Erfolgen im Vorjahr eine sehr schwere Saison bevorsteht. Dennoch sind wir mit voller Überzeugung an das Citroen-Projekt herangegangen. Leider hat aus noch nicht genau analysierten Gründen das Gesamtpaket nicht ganz gepasst. Uns steht jetzt eine sehr arbeitsreiche Sommerpause bevor, um unser Rallyengagement wieder zu optimieren und alle Potentiale auszuschöpfen. Wir wollen keine Schuldigen suchen, sondern Lösungen finden.“

Natürlich ist dabei auch die Mitarbeit von Kronos-Racing, dem Einsatzteam des OMV Kronos Citroen World Rally Teams gefragt. Teamchef Marc Van Dalen zeigt sich zuversichtlich: „Wir sind überzeugt, dass Manfred und Ilka eines der besten Rallyeteams der Welt sind. Leider ist in der ersten Jahreshälfte nicht alles nach Wunsch gelaufen. Doch wir werden alles unternehmen, damit wir die beiden wieder auf die Erfolgsstraße zurück bringen.“

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