RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Grönholm schreibt sich ins Geschichtebuch ein

Marcus Grönholm und Timo Rautiainen erzielten mit einem Vorsprung von lediglich 0,3 Sekunden den knappsten Sieg in der Geschichte der Rallye-WM.

Die Ford-Werkspiloten Marcus Grönholm und Timo Rautiainen errangen bei der Neuseeland-Rallye den knappsten Sieg in der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft. Die beiden Finnen haben den elften Lauf zur Rallye-WM 2007 mit einem Vorsprung von 0,3 Sekunden auf Weltmeister Sébastien Loeb gewonnen, nach mehr als 350 Kilometern - diese drei Zehntelsekunden entsprechen einer Länge von 7,5 Metern oder zwei Fahrzeuglängen.

Der 39-jährige Grönholm erzielte sowohl seinen fünften Saisonsieg als auch seinen fünften Sieg bei der Neuseeland-Rallye, womit er sich zum erfolgreichsten Fahrer dieses Events kürte. Außerdem konnte Grönholm seinen Vorsprung in der Fahrer-WM auf zehn Punkte ausbauen.

"Es war ein unglaubliches Duell, das gesamte Wochenende über", jubelt Marcus Grönholm. "Dieser Sieg ist fantastisch für mich und für meine Hoffnungen auf den WM-Titel. Es war der knappste und beste Fight meiner Karriere und ich bin entzückt, dass ich ihn gewinnen konnte. Da war kein Raum mehr für einen einzigen falsch eingelegten Gang."

Das große Geheimnis hinter seinem Sieg verrät Grönholm auch: "Ich blieb die ganze Zeit über ruhig - das habe ich nach vielen Jahren im Rallyesport gelernt. Der einzige Stress kam auf, als wir die Reifen wechselten, da die Konditionen wechselhaft waren - und wenn es so knapp zugeht, wie es diesmal der Fall war, dann kann eine falsche Reifenwahl alles ruinieren. Es ist großartig, dass ich den Vorsprung in der Weltmeisterschaft vergrößern konnte und ich denke, dass wir ein tolles Saisonende erleben werden."

Mit ihrem dritten Platz konnten Mikko Hirvonen und sein Kopilot Jarmo Lehtinen zum siebten Male in dieser Saison dafür sorgen, dass gleich zwei Ford-Werksduos auf dem Siegerpodest standen. Sie trugen auch dazu bei, dass Ford in der Marken-WM den Vorsprung auf 46 Zähler erhöhen konnte.

"Ich habe am Freitag eine falsche Reifenwahl getroffen - und damit war ich aus dem Rennen", erklärt Hirvonen. "Ich bin nicht sauer wegen des dritten Ranges und ich hatte große Freude an diesem Wochenende - doch ein wenig unglücklich war ich mit meiner Fahrt und darüber, dass ich nicht in der Lage war, mit Séb und Marcus um den Sieg zu kämpfen. Aber ich fühle, dass ich wohl gelernt habe, wie man hier fährt und der dritte Platz war wegen der Punkte auch wichtig für unser Team."

Ford-Teamdirektor Malcolm Wilson erklärt: "Dieser Sieg ist auf psychologischer Ebene sehr gut für Marcus und er hat unsere Position in beiden WM-Wertungen gestärkt. Es ist herausragend, wie er einen Rückstand in einen Sieg umwandeln konnte und ich habe so ein Finish in meiner Karriere noch nie gesehen. Als ich Marcus auf dem Dach unseres Autos auf- und abspringen sah, wusste ich, dass er es geschafft hat." Augenzwinkernd fügt Wilson hinzu: "Jetzt sende ich Marcus die Rechnung für die Beulen auf dem Dach des Ford Focus RS WRC 07."

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Neuseeland

- special features -

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche