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WRC: Katalonien-Rallye

Wie der Sohn so der Vater ...

Roland und Willi Stengg sind am letzten Tag der Katalonien-Rallye an genau der selben Stelle abgeflogen und dadurch ausgeschieden.

Fotos: Manfred Binder-www.foto-binder.com, Andreas Kranewitter@Youtube

Manchmal ist das Leben sonderbar: Willi und Roland Stengg sind auf der letzten Etappe der Spanien-Rallye an der genau gleichen Stelle abgeflogen und haben folglich nicht die Zielrampe gesehen. Ins Ziel schafften es nur Thomas Mosburger und Jürgen Klinger.

Das große Abenteuer war beinahe bestanden, als Roland Stengg auf SP 19, der 19,3 Kilometer langen Pratdip, rund 1,5 Kilometer nach dem Start die Straße ausging. Vater Willi Stengg erklärte: "Roland hatte noch kalte Reifen, und da ist es passiert – war natürlich schade, denn bis zu diesem Zeitpunkt hat er sich wirklich gut geschlagen."


Dass es auf dem zweiten Durchgang auch ihn erwischen würde, konnte Willi Stengg zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen. Stengg schüttelte den Kopf: "Es ist wirklich absurd. Genau an der gleichen Stelle, und ich sah noch Roland an der Seite stehen, ist mir das Gleiche passiert – ebenfalls auf noch kalten Reifen. Das war ganz klar mein Fehler, das geht voll auf meine Kappe."

Der Abflug des Altmeisters gestaltete sich spektakulär: "Wir haben uns zwei, drei Mal überschlagen, das Auto musste mit einem Kran geborgen werden. Wir sind zum Glück unverletzt geblieben, und auch das Auto hat weniger abbekommen, als ich das zunächst befürchtet habe."

So fiel das Schlusswort von Willi Stengg kopfschüttelnd aus: "Vater und Sohn Stengg machen an der gleichen Stelle den gleichen Fehler – und in meinem Fall nach bereits 310 absolvierten Sonderprüfungskilometern. Ich weiß ganz ehrlich nicht, ob ich mir das noch einmal antun möchte. Ich gratuliere Thomas Mosburger und Jürgen Klinger zu ihrer Zielankunft, sie haben es wirklich verdient."

Mosburger und Klinger erreichten das Ziel auf Gesamtrang 58 und belegten in ihrer Klasse RC2 Rang 23. Glücklich erklärte Mosburger: "Dass wir bei unserer ersten WM-Rallye, und noch dazu bei dieser dermaßen schwierigen Spanien-Rallye, gleich einmal ins Ziel fahren konnten, freut mich sehr, und ich möchte mich bei allen bedanken, die uns geholfen und die Daumen gedrückt haben. Einen ganz besonderen Dank möchte ich meinem Co-Piloten Jürgen Klinger aussprechen."

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